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Namborner müssen auf neue Krippenplätze warten

Nachrichten aus der Region St. Wendel.

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Namborn. Ganz so schnell wird wohl nichts aus den 20 neuen Krippenplätzen im Furschweiler Kindergarten. Denn Umbau, zusätzliche Räume und Energiesparprojekte würden nach bisherigen Kostenvoranschlägen erheblich teurer als geplant. Und dagegen widersetzten sich SPD, Linke und Freie Liste Namborn (FLN) während der Namborner Gemeinderatssitzung. Damit scheiterte der CDUAntrag, dem damit verbundenen Konzept zuzustimmen. Vorab hatten sich die Ratsmitglieder heftig darüber gestritten. Die Konsequenz aus der Abstimmungsniederlage für die Christdemokraten: Bürgermeister Theo Staub (SPD) muss als Verwaltungschef nach einer billigeren Variante suchen.

Dabei hatte der Unionsfraktionschef Thomas Rein noch versucht, den Rat mehrheitlich auf seine Seite zu ziehen: „Die CDU steht geschlossen hinter dem vorgelegten Projekt mit einer Baukostensumme von 1 618 000 Euro, weil das Zahlenmaterial konkret und realistisch ist und es dazu absolut keine Alternative gibt.“ Dabei warnte der Kommunalpolitiker davor, im Wettstreit mit Nachbargemeinden zu unterliegen: „Je länger wir warten, ziehen andere Gemeinde an uns vorbei, wie beispielsweise Freisen.“ Im Übrigen bliebe Namborn nicht auf den Gesamtkosten sitzen, sondern erhalte einen 70-Prozent- Zuschuss seitens der Landesregierung. Doch davon ließ sich sein SPD-Kollege Michael Schummer nicht überzeugen. Er sieht die Kosten kontinuierlich steigen: „Zuerst waren es 1,4 Millionen, jetzt sind es fast 1,7 Millionen, letzten Endes werden wir bei zwei Millionen Euro liegen.“ Dies könne seine Fraktion nicht mittragen und die Gemeinde wegen ihrer finanziellen Lage nicht packen. Schummer widersprach außerdem der CDU. Denn für die geplanten Krippenplätze gebe es eine Obergrenze bei den Landeszuschüssen: . Diese Baukostensumme liege seinen Angaben zufolge bei einer Million Euro.

Was darüber hinaus gehe, müsse Namborn berappen. Die SPD finde es auch dringend nötig, neue Plätze anzubieten, allerdings nicht unter dieser Bausumme, stellte Schummer klar. Rückendeckung bekam er von Thomas Baltes (FLN): „Das ist nicht zu schultern.“ Schließlich habe der Gemeinderat eine Verantwortung für alle Namborner, was die Ausgaben betrifft. Und Volker Scholl (Linke) ergänzte kurz und bündig: „Wir haben mit der SPD und FLN gesprochen und schließen uns ihrem Votum an.“

Einig waren sich die Fraktionen nur in einer Sache: Das Schmelzer Architekturbüro Armin Lauck habe gute Arbeit geleistet, was die Pläne für den Kindergarten betrifft. Nichtsdestotrotz muss sich Bürgermeister Theo Staub jetzt um eine preiswertere Alternative kümmern. Staub äußerte sich während der jetzigen Debatte nicht zum Für und Wider des umstrittenen Projekts. Wenn neue Pläne vorliegen, berät der Gemeinderat erneut. Wann das sein wird, ist noch unklar.

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