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Nauwieser Fest findet trotz höherer Kosten statt

Beim Nauwieser Fest wie hier 2011 feiert das Viertel zusammen mit Menschen aus dem ganzen Saarland.

Beim Nauwieser Fest wie hier 2011 feiert das Viertel zusammen mit Menschen aus dem ganzen Saarland.

Das Nauwieser Fest ist schon lange kein reines Stadtteilfest mehr. Menschen aus dem ganzen Saarland zieht es nach Saarbrücken, wenn das Viertel feiert. Dennoch stand das Fest auf der Kippe. Denn nach den tragischen Ereignissen während der Love-Parade in Duisburg im Jahr 2010 haben sich die Sicherheitsanforderungen in den vergangenen Jahren drastisch erhöht. Deshalb gab es nach Angaben der Veranstalter bereits 2013 erhebliche Probleme bei der Finanzierung. „Damals haben uns die Sicherheitsanforderungen überrannt“, erinnert sich Kai Jorzyk vom Organisationsteam. „Wir sind viele Kompromisse eingegangen. Trotzdem wurde das Fest rund 10 000 Euro teurer als geplant.“

In diesem Jahr sei es noch etwas mehr, weil die Veranstalter sich an alle aktuellen Sicherheitsstandards halten. „Deshalb haben wir lange überlegt, ob wir das Fest überhaupt veranstalten können“, meint Jorzyk. „Doch trotz seiner Größe hat das Nauwieser Fest für uns immer noch seinen familiären Charakter und sein besonderes Flair. Deshalb haben sich alle Beteiligten zusammengerauft und gemeinschaftlich an die Rettung des Nauwieser Festes gemacht.“ Mit Erfolg: Vom 25. bis 27. Juli feiert das Nauwieser Viertel seine Riesenparty.

Teurer wird das Fest vor allem durch höhere Personalkosten und zusätzliches Material. Haben früher normale Ordner für Sicherheit beim Fest gesorgt, muss jetzt professionelles Security-Personal beschäftigt werden. „Außerdem mussten wir am Standplatz-Konzept arbeiten, um mehr Fluchtwege zu schaffen“, beschreibt Jorzyk. Und die Organisatoren greifen weniger professionellen Betreibern, die ihre Stände aus Sicherheitsgründen anpassen müssen, mit zusätzlichem Material unter die Arme.

„Unser besonderer Dank gilt der Stadt Saarbrücken, ohne deren Beratung das Fest nicht möglich gewesen wäre“, betont Jorzyk. Stadtpressesprecher Thomas Blug: „Die Gespräche mit dem Veranstalter waren sehr konstruktiv. Unsere Mitarbeiter der Bauaufsicht, der Berufsfeuerwehr, des Amtes für Stadtmarketing und des Ordnungsamtes haben die unterschiedlichen Problemstellungen mit dem Veranstalter diskutiert und Lösungsvorschläge unterbreitet.“

Aber auch ohne Sponsoren und Standbetreiber gäbe es in diesem Jahr wohl kein Viertelfest. „Wir haben auf einer Versammlung die Standbetreiber gefragt, was könnt ihr mehr zahlen, da haben sich viele erfreulich verhalten“, schildert Jorzyk. Dennoch könnten einige in diesem Jahr wegen zu hoher Sicherheitsanforderungen nicht teilnehmen. Es sind also noch Standplätze zu vergeben.

Das Kulturprogramm nimmt derweil langsam Formen an. Findus aus Hamburg, Misconduct aus Schweden, die Intergalactic Lovers aus Belgien sowie hochkarätige lokale Bands wie Lacuna oder Savoy Truffle haben schon zugesagt.

Wer auch einen Stand auf dem Nauwieser Fest betreiben möchte, meldet sich mit seiner Idee - Cocktails und Schwenker gibt es nach Angaben des Organisationsteams bereits genug - per E-Mail an folgende Adresse: info@rockstar-ev.com.
  Meinung Ein Fest mit Herz
 
Von SZ-Redakteurin
Dörte Grabbert

 
Das Nauwieser Fest ist trotz seiner Größe immer noch ein Fest mit Herz. Auch wenn es mittlerweile kein reines Stadtteilfest mehr ist, hat es sein familiäres Flair nicht verloren. Das zeigt sich vor allem daran, dass alle Beteiligten in der Krise noch enger zusammengerutscht sind. Die Standbetreiber etwa greifen freiwillig tiefer in die Taschen und zahlen höhere Standgebühren. Und die Veranstalter greifen weniger professionellen Betreibern mit Zusatzmaterial unter die Arme. Und das alles, damit das Viertel wieder gemeinsam feiern kann. Ein Fest mit Herz eben.
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