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Nauwieser Viertel: Künstler sollen leer stehende Läden nutzen dürfen

Der Verein »Off Space« hat viele Ideen, wie leerstehende Räume im Viertel genutzt werden könnten (Symbolfoto).

Der Verein »Off Space« hat viele Ideen, wie leerstehende Räume im Viertel genutzt werden könnten (Symbolfoto).

St. Johann. Wie soll sich das Nauwieser Viertel weiterentwickeln? Die Stadtverwaltung erarbeitet derzeit einen Bebauungsplan- Entwurf. Ein Problem ist besonders drückend: Die Leerstände sollen verschwinden. Stillgelegte Geschäfte trüben nicht nur in der Nauwieser Straße das Bild des Viertels. Der Verein „Off Space“ will dagegen etwas tun. Der Name „Off Space“ bezeichnet nichtkommerzielle Ausstellungsräume, die von jungen Künstlern zwischengenutzt werden. Kürzlich stellte „Off Space“ zwischen persönlichen Gesprächen in entspannter Atmosphäre seine Vision vor: Ungenutzte Flächen sollen als Unterschlupf für Kultur dienen, Konzerte und Vernissagen den „Off Spaces“ wieder Leben einhauchen – zumindest vorübergehend. „Die Resonanz ist sehr groß“, sagt Christine Thull, die stellvertretende Vorsitzende des Vereins. Über 50 Personen hätten sich über Facebook für die Infoveranstaltung angemeldet. „Klar gibt es in ganz Saarbrücken ungenutzte Räume“, sagt Thull. Besonders bedauerlich sei das allerdings im sonst so lebendigen Nauwieser Viertel. Christine Thull und sechs weitere Gründungsmitglieder des Vereins erkannten diese Problematik schon früher. Die Mitglieder sind Studenten der Hochschule der Bildenden Künste, an der Universität oder bereits freischaffende Künstler. Sie sind jung und motiviert.

Mit der Vereinsgründung im Oktober vergangenen Jahres haben sie nun die juristische Basis geschaffen, um ihr Vorhaben konkret anzupacken. „Damit endlich was geht“, sagt Christine Thull. Pro Jahr soll ein künstlerisches Projekt seinen Weg in die „Off Spaces“ im Viertel finden. Das erste ist für Mai angesetzt: eine „Künstlerresidenz“, in der lokale Künstler mit solchen von außen gemeinsam ein Gesamtkunstwerk schaffen: Musik, Tanz, Installationen und Gemälde mit den Mitteln, die sie vor Ort vorfinden. Sechs Wochen sollen sie dafür Zeit haben.

Wo die Künstler residieren werden, will Christine Thull noch nicht verraten, weil sie noch auf die Zusage der Stadtverwaltung wartet. Die vier Künstler, die sich kreativ ausleben werden, hat „Off Space“ bereits gefunden.

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