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Neonazi-Attacke bei Jena: waren Saarländer dabei?

Saarbrücken. Unter der Gruppe von Rechtsextremisten, die am Samstagabend fünf Menschen auf der Autobahnraststätte Teufelstal bei Jena attackiert haben, sollen auch zwölf Saarländer gewesen sein. Ob sie unmittelbar an den Gewalttaten beteiligt gewesen waren, ist nach Polizeiangaben derzeit unklar. Nach Angaben des saarländischen Landesamt für Verfassungsschutz gelten neun der zwölf Saarländer als rechtsextremistisch. Davon gehören sechs einer rechtsextremen Partei an. Drei weitere Saarländer seien dem Verfassungsschutz bekannt, weil sie in der Vergangenheit eine rechtsextremistische Straftat begangen haben, sagte der Direktor des saarländischen Verfassungsschutzes, Helmut Albert. Derzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft Gera gegen 41 Personen.
Die mutmaßlichen Täter waren mit einem Bus zur Autobahnraststätte gereist. In ihm sollen auch die zwölf Saarländer gesessen haben. Der Bus, in dem die mutmaßlichen Täter reisten, konnte nach Polizeiangaben kurz nach dem brutalen Übergriffen von Polizeibeamten gestoppt werden. Laut Medienberichten hatten die fünf Opfer zuvor an der Demonstration gegen Rechtsextremismus in Dresden teilgenommen. Bei den Angriffen wurden, nach Angaben der Polizeidirektion Jena zufolge, eine Person so schwer verletzt, dass sie ins Uni-Klinikum Jena gebracht werden musste. Eine weitere Person sei dort ambulant behandelt worden. Drei weitere leicht verletzte Opfer seien von Rettungskräften auf dem Rastplatz versorgt worden. Bei den neonazistischen Überfällen habe unter anderem ein Mitglied der Partei „Die Linke“ „schwere Schädelverletzungen“ erlitten. Ein 42-Jähriger liege zurzeit mit schweren Kopfverletzungen in der Uni-Klinik Jena.
Nach dem die Personalien der Businsassen festgestellt wurden, habe die Polizei erste Schritte der Strafverfolgung eingeleitet, so Appel. Ob die zwölf Saarländer, die in dem Bus mit weiteren 29 Personen mit fuhren, an den Gewalttaten beteiligt gewesen waren, sei im Moment noch unklar, so Appel.
Unterdessen hat die SPD-Landtagsfraktion bekannt gegeben, den Neonazi-Überfall in der kommenden Sitzung des Innenausschusses zu thematisieren. Zugleich warnte die SPD in einer Pressemitteilung davor, dass sich die rechtsextreme Szene in der Großregion SaarLorLux „in einem kontinuierlichen Wachstums- und Bündelungsprozess“ befinde. Formelle wie auch lose rechtsextremistische Zusammenschlüsse würden zurzeit stärker zusammenarbeiten. bera
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