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Nestlé: Noch mehr Anteile an Wagner Pizza

Nonnweiler.Das teilte Nestlé gestern mit. Vor mehr als vier Jahren, Anfang 2005, war Nestlé mit 49 Prozent bei dem damals noch reinen Familienunternehmen eingestiegen. Zu diesem Zeitpunkt war nach Angaben von Pizza Wagner bereits vereinbart worden, bei erfolgreicher Zusammenarbeit die Anteile fünf Jahre später entsprechend zu erhöhen. Einziger Vorbehalt für das Geschäft liegt noch in der Zustimmung des Bundeskartellamts.

An den Kontrollverhältnissen ändert sich durch die neue Eigentümer-Struktur nichts, heißt es bei Nestlé. Die Rechte „werden nach wie vor paritätisch von Wagner und Nestlé ausgeübt.“ Die unternehmerische Führung verbleibe wie bisher bei den geschäftsführenden Gesellschaftern Anette und Gottfried Hares. „Nestlé hat sich als der ideale Partner erwiesen, unser Geschäft in Europa weiter zu entwickeln und neue Märkte zu erschließen“, sagt Gottfried Hares.

Seit dem Einstieg von Nestlé Deutschland habe der (nicht genannte) Umsatz um 20 Prozent gesteigert werden können. Außerdem sei es gelungen, das internationale Geschäft von 13 auf mehr als 30 Prozent auszubauen. Die Zahl der Mitarbeiter sei seit 2005 um fast 200 auf mehr als 1200 gestiegen, betonte eine Sprecherin von Pizza Wagner. Weit über 30 Millionen Euro seien seitdem am Standort in Nonnweiler investiert worden. Dazu gehörten eine neue Kläranlage und eine zusätzliche Produktionsstraße für die Mini-Pizza „Piccolinis“. Außerdem werde zurzeit ein neues Tiefkühl-Lager gebaut.

Bei der Internationalisierung konzentriere man sich bei Pizza Wagner derzeit auf die Nachbarländer Belgien, Niederlande, und Luxemburg (Benelux), so die Sprecherin. Ein weiterer Fokus sei Norwegen, wo Pizza-Produkte „äußerst beliebt sind“. In Osteuropa „sehen wir vor allem in Russland große Chancen“. Darüber hinaus produziere die Nonnweiler Pizzen für Nestlé, die der Lebensmittel-Konzern in Frankreich, Italien und Spanien unter der Marke „Buitoni“ vertreibt.

Nestlé Deutschland, Tochter des gleichnamigen Schweizer Lebensmittel-Konzerns, erwirtschaftet rund 3,7 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr und beschäftigt knapp 14400 Mitarbeiter. Zu den bekanntesten Marken gehören Nescafé, Maggi, Schöller (Eis), Kit-Kat (Schokoriegel), After Eight (Pralinen) oder Smarties (Schokobonbons).

Der Aufstieg von Pizza Wagner begann mit einer Dorfbäckerei, die der Bäckermeister Ernst Wagner in seinem Elternhaus in Nonnweiler-Braunshausen im Jahr 1952 errichtete. Das erste Tiefkühlprodukt von Ernst Wagner waren Hochwald-Schwenker. Anfang der 70er Jahre begann der rührige Bäckermeister mit der Pizza-Produktion. Die Steinofenpizza von Wagner wurde 1985 aus der Taufe gehoben, zehn Jahre später kamen die ersten Pizzen nach amerikanischer Art auf den Markt und 1996 die Mini-Pizza Piccolinis. In Deutschland hat Pizza Wagner inzwischen einen Marktanteil von rund 33 Prozent. 
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