L 365, Vollsperrung für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen in der Ortsdurchfahrt Sitzerath, aufgrund eines liegengebliebenen Schwertransportes Für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen besteht keine Vollsperrung. (19.09.2017, 01:43)

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Neuartige Betreuung startet auf dem Hobels

Nachrichten aus der Region St. Ingbert.

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St. Ingbert. Auf reges Interesse ist die offizielle Einweihung der heilpädagogischen, inklusiven Kindergartengruppe des Caritas-Förderzentrums Paul Josef Nardini am vergangenen Mittwoch durch Pfarrer Arno Vogt gestoßen. Die Gruppe ist seit Mitte August an die katholische Kindertagesstätte St. Josef in St. Ingbert angebunden und folgt dem additiven Konzept. Additiv meint, dass Kinder mit Behinderung das „normale“ Leben in einem Regelkindergarten erfahren, gleichzeitig aber auch einen gewissen Rückzugsraum für sich behalten. Dazu bietet sich die Einrichtung der Kindertagesstätte St. Josef geradezu modellhaft an, stand dort doch seit einiger Zeit ein Anbau leer – Konsequenz der seit Jahren rückläufigen Zahl Neugeborener. Bernd Krämer, als Caritas- Bereichsleiter „Frühe Hilfen“ für den heilpädagogischen Kindergarten zuständig, erzählt: „Diesen Pavillon stellt die Stadt uns mietfrei zur Verfügung.“ Für Georg Jung keine große Sache, „denn wir sind froh, dass sich die Caritas hier engagiert“. Der St. Ingberter Oberbürgermeister berichtet, wie er im Juni 2009 mit Bernd Krämer, dessen Vorgänger Manfred Engstler sowie einigen Mitarbeitern der Stadtverwaltung zusammengesessen hatte und dieses Thema erstmals erörtert wurde. „Da haben wir uns gesagt: Das ist eine gute Sache, diesen Weg gehen wir mit und stellen den Pavillon kostenlos zur Verfügung.“ Knapp zwei Jahre später ist das Projekt verwirklicht. Aus sieben Kindern mit den unterschiedlichsten Einschränkungen setzt sich die additive Gruppe zusammen, acht können insgesamt aufgenommen werden. Alles in allem betreut die Caritas in ihrem heilpädagogischen Kindergarten in St. Ingbert – der Hauptsitz befindet sich auf der Schnapphahner Dell – 23 Kinder. Der Pavillon auf dem Gelände der Kita St. Josef besteht aus einem Vorraum, dem eigentlichen Gruppenraum, einem abgetrennten Ruhebereich sowie entsprechend ausgestatteten sanitären Einrichtungen.

Alle Räume sowie die Außenanlage der Kindertagesstätte können von den Kindern der heilpädagogischen Gruppe genutzt werden, der Pavillon wiederum auch von den Kita- Kindern. „Über die gemeinsame Nutzung der Turnhalle, des Außengeländes und des Speiseraumes werden enge Kontakte zwischen den Kindern entstehen“, ist sich Krämer sicher. Der Caritas-Bereichsleiter sagt aber auch: „Inklusion kann man nicht verordnen, sondern muss sie über Begegnung erleben.“ Seine Vision einer erfolgreichen Inklusion: „Dass die Gruppen, also die der Kinder mit und die der ohne Behinderung, irgendwann ineinander aufgehen. Dann wäre die Inklusion gelungen.“

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