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Neubau-Projekt eines Freibades für St. Wendel

»Wir bauen ein neues Freibad an alter Stelle«, erklärt Klaus Bouillon Im Januar dem überraschten Publikum.

»Wir bauen ein neues Freibad an alter Stelle«, erklärt Klaus Bouillon Im Januar dem überraschten Publikum.

St. Wendel. Der St. Wendeler Bürgermeister Klaus Bouillon ist bekannt für seine kurzen Neujahrsansprachen. So lässt er auch am Freitagabend im Saalbau bei seinem 30. Neujahrsempfang kurz das abgelaufene Jahr Revue passieren, nennt einige in diesem Jahr geplante Projekte. Das war es dann mit der offiziellen Rede, denken die meisten der rund 800 Gäste. Nicht so in diesem Jahr. Bouillon macht eine kurze Pause, sagt dann: „Zum ersten Mal bin ich nach dem ersten Teil nicht fertig.“ Die Spannung steigt. Bouillon erklärt: „Ich habe seit ein, zwei Jahren einen Traum. Daraus habe ich eine Idee entwickelt und sie meinem Team vorgestellt. Das hat gesagt, das ist verrückt, das geht nicht.“ Pause. Bouillon: „Ich möchte ihnen diese Idee nun präsentieren.“ Sagt es und im Hintergrund auf einer großen Leinwand ist ein Plan zu sehen. Der Bürgermeister: „Meine Damen und Herren. Das ist ein neues Freibad.“ Applaus brandet auf, vereinzelt gibt es sogar Jubelrufe.

„Wir bauen ein neues Freibad an alter Stelle“, erklärt Klaus Bouillon dem überraschten Publikum. 5,5 Millionen Euro soll es kosten (wir berichteten). Alle bestehenden Gebäude des alten Bades werden abgerissen. Die Detailpläne sollen noch in diesem Jahr ausgearbeitet werden, Baubeginn soll 2014 sein, das Bad 2015 öffnen. „Ich denke, es wird ein wunderschönes Bad, das zur Belebung der Stadt beiträgt“, sagt Klaus Bouillon. Und weiter: „Der Landkreis braucht ein Freibad.“ Das neue Bad wolle man ohne Neuverschuldung bauen. Zum einen mit Gewinnen der Stadtwerke, die bisher zur Finanzierung der Citygarage gebraucht wurden. Zum anderen mit einer finanziellen Unterstützung des Landkreises, die Landrat Udo Recktenwald vorbehaltlich der Zustimmung des Kreistages zugesagt habe. Und zum Dritten mit Hilfe der Familie Bruch. Bouillon: „Thomas Bruch hat sich bereit erklärt, einen maßgeblichen Betrag zur Verfügung zu stellen. Dafür ein herzliches Dankeschön“. Zu Bruch gewandt betont der Bürgermeister: „ Mit der Finanzierung des Bades haben Sie sich um die Stadt verdient gemacht.“ Klar, dass nach dieser Überraschung das geplante neue Freibad den Gästen des Empfanges viel Gesprächsstoff lieferte.

Dem Vorhaben muss natürlich auch noch der Stadtrat zustimmen. Die CDU-Mehrheitsfraktion wird dies tun. Fraktionssprecher Peter Klär betonte: „Das neue Jahr hat mit einem Paukenschlag begonnen. St. Wendel erhält ein neues Freizeitbad. Das ist kein Luxus. Die zweite gute Nachricht: Klaus Bouillon hat für die Finanzierung gesorgt. Die städtischen Finanzen werden größtmöglich geschont.“ Dass wegen des sanierungsbedürftigen Freibades eine Entscheidung getroffen werden muss, war bekannt, sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Torsten Lang. Was die konkrete Planung angehe, so stehe und falle diese mit dem Finanzierungskonzept, das die SPD-Fraktion nicht kenne und sich genau ansehen werde. Lang: „Ein schönes Bild an der Wand sagt ja noch nichts darüber aus, dass es tatsächlich verantwortlich finanzierbar ist.“


Bauprojekte dominieren 2012 und 2013

St. Wendel. Zu Beginn seiner Rede blickte Klaus Bouillon auf das Jahr 2012 zurück. Über zehn Millionen Euro habe man investiert. Die Ortsdurchfahrt Urweiler wurde fertiggestellt, ebenso der Doppelkreisel im Bereich der Kasernen und die Ampelanlage vor Bliesen. Der Ausbau des Häuserkomplexes Colbus/Schaadt laufe. Herausragende Veranstaltungen waren für ihn die Rittersspiele und der Weihnachtsmarkt. Der Häuserkomplex Colbus/Schaadt soll bis Sommer 2014 fertiggestellt sein. Mit dem Bau des Kulturzentrums in Hoof werde man dieses Jahr beginnen. Die alten Schulen in Urweiler und Winterbach werde man abreißen. Auch St. Wendel muss sparen, wird ein Haushaltssicherungskonzept beschließen. Trotzdem können laut Bouillon die Vereine die Hallen weiter kostenlos nutzen, werde man das Niveau bei den Sport- und Kulturveranstaltungen halten. Den Neujahrsempfang eröffnete musikalisch die Nachwuchsband Inception, eine Gruppe des Band-Works-Projektes 2012. Mit ihrem tänzerischen und akrobatischen Können begeisterten zudem die Magic Artists. vf
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