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Neue Aale braucht die Saar!



Saarbrücken. Rund 30 Fischarten leben laut Fischereiverband in der Saar – und das soll auch so bleiben. Da die europäischen Aale zu den existenzbedrohten Arten gehören, werden jedes Jahr etwa 14 000 Jungaale in die Saar gelassen. Am Dienstagmorgen begann die Aussetzung der etwa zehn Zentimeter langen Farm- Aale an der Güdinger Schleuse. Das Projekt des Fischereiverbands existiert seit sieben Jahren und wird vom Energieversorger RWE mit 7500 Euro pro Jahr gefördert. „Die Tiere werden an verschiedenen Punkten der Saar verteilt, bis nach Saarhölzbach“, erklärt der Züchter der Aale, Marc Rosengarten.

„Die Aale gehören einfach in unser Ökosystem. Wir werden sie nah am Ufer aussetzen, denn in der Flussmitte warten schon andere Fische auf Nahrung“, erläutert Werner Becker, der Präsident des saarländischen Fischereiverbandes. Doch hungrige Fische seien nicht die größte Bedrohung für Aale. Viel öfter fielen sie den Wasserkraftwerksturbinen zum Opfer, so Becker. „Die Turbinen laufen pausenlos. Das Wasser wird hindurch gelenkt und die Aale können nicht ausweichen“, sagt Becker. Einmal im Leben laichen Aale – und das im Atlantik.

„Sie bewältigen eine 9000 Kilometer lange Strecke bis zum Bermuda-Dreieck, von wo aus sie nicht mehr zurückkehren“, erläutert der Präsident. Lediglich die Jungtiere kehrten vom Atlantik in die hiesigen Gewässer zurück. Über einen Meter lang und einige Kilos schwer werden die Tiere, wenn sie ausgewachsen sind. Das Umweltministerium rät weiterhin vom Verzehr von fetten Fischen aus der Saar ab. Dazu zählen auch die Aale, sowie Weißfische und Welse, weil sie die krebserregende Chemikalie PCB (Polychlorierte Biphenyle) in ihrem Fettgewebe anlagern. Sie gelangt unter anderem durch Hydrauliköle ins Wasser. Der Verursacher der hohen PCB-Werte ist bisher unbekannt. fess


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