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Neue Dienststelle im Kampf gegen Wohnungseinbrüche

Symbolfoto.

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Neben den Standorten in Dillingen und Saarbrücken verfügt nun auch die Neunkircher Polizeiinspektion über eine Fachdienststelle für Wohnungseinbrüche. Saar-Innenminister Klaus Bouillon war am Dienstag in die Kreisstadt gekommen, um die Dienststelle zu eröffnen. „Neben einer weiteren Professionalisierung und Standardisierung der kriminalpolizeilichen Arbeit sollen Synergieeffekte mit anderen Dienststellen entstehen und zugleich eine möglichst bürgernahe Bearbeitung gewährleistet werden“, sagte Bouillon. „Auf diese Weise wollen wir die Kriminalitätsform nachhaltig eindämmen und den Belangen der Opfer noch besser gerecht werden“ ergänzte der Minister.

Eingerichtet wurde die Ermittlungsgruppe Wohnungsdiebstahl, im Jahr 2013 in Dillingen, nachdem die Fallzahlen beim Wohnungseinbruchsdiebstahl seit 2012 bundesweit stark angestiegen waren. Seit ihrem Bestehen hat die Ermittlungsgruppe 151 Haftbefehle vollstreckt und 107 Durchsuchungen durchgeführt. Die Aufklärungsquote läge deutlich über den Aufklärungsquoten der einzelnen Kriminaldienste, die sonst für die Bearbeitung von Wohnungseinbrüchen zuständig sind, teilt das Innenministerium mit. Die Arbeit der Ermittlungsgruppe habe dazu beigetragen, dass „nach einem Hoch von 2485 Fällen im Jahr 2014 die Zahl der Wohnungseinbrüche im Saarland 2015 leicht, 2016 jedoch spürbar zurückgegangen ist“, sagte Bouillon. In der Neunkircher Fachdienststelle sind ab sofort sieben Polizeibeamte mit Wohnungseinbrüchen betraut.

„Sicherheit ist Teamarbeit“, betonte Harald Schnur vom Landespolizeipräsidium. Das gelte innerhalb der Polizei, aber auch für die Zusammenarbeit mit externen Partnern, wie mit der Stadt Neunkirchen. Nur gute Teamarbeit könne die Sicherheit der Bürger gewährleisten. Die neue Dienststelle für Wohnungseinbrüche sei auch notwendig, weil es immer mehr international ausgerichtet Banden gebe, die auf Einbrüche spezialisiert seien, statt örtlicher Täter.

Als „guten Tag für die Sicherheitssituation in Neunkirchen“ bezeichnete Oberbürgermeister Jürgen Fried den Dienstag. Neben der Eröffnung der neuen Fachdienststelle und der City-Wache (wir berichteten) unterzeichneten Fried und Bouillon – vor dem Hintergrund der angestiegenen Gesamtkriminalität in Neunkirchen – eine Sicherheitspartnerschaft. Schwerpunkt der Vereinbarung zwischen Land und Stadt ist die Verpflichtung beider Partner, ein abgestimmtes Konzept zur Videoüberwachung und -beobachtung zu entwickeln.

„Die Bürger der zweitgrößten Stadt des Saarlandes haben einen Anspruch darauf, dass alle erforderlichen Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit in ihrer Heimatstadt getroffen werden“, erklärte Klaus Bouillon. OB Jürgen Fried dazu: „Wir wollen und werden dem gestiegenen Sicherheitsbedürfnis unserer Mitbürger Rechnung tragen.“

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