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Neue Gastronomie im Nauwieser Viertel: Was passiert am Saarbrücker Ophüls-Platz?

Was macht man mit einem interessanten Gebäude an einem interessanten Ort? Nachdem das Designmöbelhaus Canapé 2012 aus dem Gebäude Nauwieser Straße 5 neben dem Ophüls-Platz ausgezogen war, habe es viele Ideen und einige Anfragen gegeben, sagt Michael Zimmer. Er ist Geschäftsführer der m&r Beteiligungsgesellschaft mbH, der das Haus gehört. Eine Handelskette und ein Ramschladen wollten das Haus mieten, über einen Kindergarten wurde nachgedacht. Schließlich habe man entschieden, selbst etwas aus dem Haus zu machen: „eine Begegnungsstätte für Menschen, die sich harmonisch in den Stadtteil einfügt, ein Haus mit vielen Möglichkeiten rund um das schöne Leben“.

So umschreibt „m&r“ den Plan, den das Unternehmen bis August verwirklichen will: Im Erdgeschoss soll ein Laden mit Lebensmitteln aus der Region „und ehrlichen Produkten aus unserer Heimat“ eingerichtet werden. Ebenfalls im Erdgeschoss soll ein Bistro eröffnet werden, in dem mit eben diesen Produkten gekocht wird.

Im Obergeschoss soll es Räume für Seminare geben. Es gebe immer wieder Firmen, die solche Räume direkt in der Stadt suchen. Und im Obergeschoss soll gefeiert werden. Da biete dieser Standort „etwas Schönes, wo auch Kinder spielen können“, sagt Zimmer. Was nicht beabsichtigt sei: Stühle und Tische auf den Ophüls-Platz zu stellen.

Der Gewölbekeller soll zur Raucherlounge werden. „Ein Ort, an dem man sich seiner Zigarre widmen und dazu beispielsweise einen Whiskey genießen kann“, heißt es im „m&r“-Plan.

Man sei sich seiner Verantwortung bewusst. „Als Besitzer des wunderschönen Gebäudes tragen wir Verantwortung – nicht nur für das Baudenkmal, sondern auch für das Viertel an sich“, sagt Zimmer – und erklärt: „Wir, das sind Kreative – Designer, Fotografen, Texter, Video-Producer etc., die ihr Herz dem Nauwieser Viertel und dem schönen Gebäude geschenkt haben.“

Der Umsetzung des Plans steht aus Sicht der Stadtverwaltung nichts entgegen, auch nicht die Veränderungssperre fürs Nauwieser Viertel bis November, die der Stadtrat beschlossen hat. „Für das Vorhaben liegt ein positiver Bauvorbescheid vom Juli 2013 vor“, teilte Stadtsprecher Robert Mertes gestern auf SZ-Anfrage mit. Zum damaligen Zeitpunkt sei der jetzt bestehende Bebauungsplanentwurf „noch nicht anwendbar“ gewesen. Mertes: „Da das Vorhaben dem damaligen Bebauungsplanentwurf inhaltlich entsprach, wurde eine Ausnahme von der Veränderungssperre zugelassen.“

Bei dem was „m&r“ plant, seien „wesentlich geringere Lärmemissionen als durch den Betrieb von Kneipen zu erwarten“. Der Lärm gehe „in der Regel nicht von der Gastronomie selbst, sondern von dem der Kneipe zuzurechnenden Lärm im Umfeld , also auf der Straße, aus“, sagt Mertes. Die Stadtverwaltung schließt daraus: „Die Art der hier geplanten Gastronomie wird nach unserer Einschätzung das Quartier eher verbessern als weitere Unruhe bringen.“
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