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Neue Privat-Bahn im Saarland - 250 Jobs zu vergeben

Am 14. Dezember beginnt an der Saar ein neues Bahn-Zeitalter. Das Land hat die Bedienung der Strecke von Saarbrücken zum Flughafen Frankfurt erstmals an eine Privatbahn vergeben. Und das gleich bis zum Jahr 2037. Vorausgegangen war ein Bieterverfahren, das die Deutsche Bahn verloren hat. Die ersten Vorbereitungen laufen jetzt schon. Insgesamt 250 Eisenbahner werden gesucht. 50 sollen in der ersten Phase beim Aufbau einer neuen Privatbahn an der Saar helfen, die künftig die Strecke von Saarbrücken zum Frankfurter Flughafen bedienen wird. Die übrigen 200 Mitarbeiter, insbesondere Lokführer und Fahrgastbetreuer, werden am neuen Stützpunkt Mainz stationiert sein. Auch Mitarbeiter der Deutschen Bahn sollen die Chance auf Einstellung bekommen. Die Schulungen für Fahrgastbetreuer starten im September.

Neun Züge im Saarland

Christian Siemer, Leiter Tarif und Vertrieb bei der neuen Privatbahn, für die derzeit noch ein Name gesucht wird, berichtet von ehrgeizigen Zielen und hohen Erwartungen. So nimmt die neue Privatbahn insgesamt 300 Millionen Euro in die Hand, um mit insgesamt 63 neuen Zügen Strecken an der Saar und in Rheinland-Pfalz zu bedienen. Davon sollen im Saarland neun Züge stationiert werden. Alle Züge, die derzeit noch gebaut werden, sind beim Hersteller Alstom bestellt. Die Züge werden voraussichtlich ein blaues Design bekommen.

Die Bahn wird dem saarländischen Verkehrsverbund (Saar VV) beitreten. Außerdem werden gekaufte Fahrscheine zu jedem Zielort sowohl bei der Deutschen Bahn als auch bei der Privatbahn gültig sein. Hauptvorteile der neuen Züge seien ein barrierefreier Zugang, mehr Platz für Gepäck, Fahrräder, Kinderwagen und Rollstuhlfahrer, sagt Siemer. Zudem verfüge jedes Fahrzeug auch über eine barrierefreie Toilette mit viel Platz. Diese sei jederzeit für Rollstuhlfahrer erreichbar, die in der Toilette auch wenden können.

Die Fahrgastinformation soll auf mehreren Wegen erfolgen, kündigt Siemer an. Einmal durch ständige Anzeigen auf Flachbildschirmen im Eingangsbereich sowie an zahlreichen Sitzplätzen. Zudem durch den Fahrgastbetreuer, der in jedem Zug mitfährt. Alle Daten inklusive Anschlüsse und Verspätungen würden ständig zwischen den Zügen und der Betriebsleitzentrale in Mainz ausgetauscht. Die Daten der Deutschen Bahn werden ebenfalls von der neuen Betriebsleitzentrale erfasst.

 Umgekehrt sendet die Privatbahn auch all ihre Daten an die Stellwerke der Bahn. Zu den Aufgaben der Fahrgastbetreuer gehört es nach den Worten von Siemer auch, künftig persönlich für einen ständig sauberen Zustand der Toiletten zu sorgen. Im Fall von Verschmutzungen müssen sie im Zweifelsfall auch die Toilette reinigen. Eine weitere Aufgabe bestehe darin, den Reisenden beim Unterbringen ihres Gepäcks zu helfen. Weiterhin sollen mehr Beinfreiheit an den Sitzen und zahlreiche Steckdosen für Laptops vorhanden sein. Das Saarland sei für die Muttergesellschaft der neuen Privatbahn, die Netinera Deutschland GmbH, ein sehr interessanter Verkehrsmarkt mit attraktiven Verbindungen, so Vertriebsmann Siemer. „Wir werden uns diesen Verkehrsraum sehr genau ansehen.“ Man könne sich durchaus vorstellen, mittelfristig auch um Verbindungen auf der Strecke Saarbrücken-Mannheim mitzubieten.

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