A8 Neunkirchen Richtung Saarlouis Zwischen AS Schwalbach/Schwarzenholz und AS Schwalbach Dauerbaustelle, Arbeiten am Mittelstreifen, linker Fahrstreifen gesperrt bis 28.10.2017 16:00 Uhr Zweiter Fahrstreifen auf Standspur eingerichtet. (26.05.2017, 13:53)

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Neue Schneefälle an der Saar, über 150 Unfälle

Von Gerhard Franz und den Lokalredaktionen

Saarbrücken. Den fünften Tag in Folge hat der Winter das Saarland gestern in seinen eiskalten Griff genommen. Nachdem es am Sonntag noch so ausgesehen hatte, als werde Tauwetter für Entspannung auf Straßen und Schienen sorgen, brachte bereits der Frost, der in der Nacht zum Montag zurückkam, für ernste Probleme. Als dann gestern Morgen noch heftiger Schneefall einsetzte, der den dicken weißen Teppich wieder um fünf Zentimeter anwachsen ließ, war erneut für Polizei und Rettungskräfte höchste Alarmstufe angesagt.

„Wir haben seit Montag um sechs Uhr 151 Unfälle registriert, davon sieben mit leicht Verletzten“, sagte am Abend Jürgen Montag, Sprecher im Lagezentrum der Polizei. Gegen Mittag spitzte sich die Lage zu, als von einigen Verkehrsbetrieben der Busverkehr eingestellt wurde; in Saarbrücken lief nichts mehr.

Danach wurde es im Lagezentrum turbulent. „Auf einmal hatten wir 35 Meldungen über Verkehrsbehinderungen, Straßensperrungen oder quer stehende Fahrzeuge gleichzeitig, eine außergewöhnlich hohe Zahl“, merkte Montag an. Dabei habe es allerdings keine erkennbaren regionalen Schwerpunkte gegeben, oder anders ausgedrückt: überall im Land war die Verkehrslage gleichermaßen schwierig. Am Abend gab es noch fünf Verkehrsmeldungen mit mehr oder weniger starken Behinderungen, darunter auch die Nachricht, dass die Landstraße 151 von Weiskirchen Richtung Zerf wegen umgestürzter Bäume gesperrt war.

Für den Abend und die Nacht erwartete Montag eine erhöhte Gefährdung, weil Matsch und Schmelzwasser bei unter den Gefrierpunkt sinkenden Temperaturen wieder zu Eisglätte führen könnten. Unterdessen war eine Überflutung der Saarbrücker Stadtautobahn zunächst nicht zu befürchten, nachdem vom Hochwassermeldezentrum am Morgen eine entsprechende Vorwarnung ausgegeben worden war. „In der letzten Stunde ist der Pegel der Saar um rund fünf Zentimeter gefallen“, sagte der Polizeisprecher kurz nach 18 Uhr. Dennoch wird für die nächsten Tage das Hochwasser der Saar Thema bleiben, wenn heute bei steigenden Temperaturen Regen einsetzen und der Schnee schmelzen sollte.

Unterdessen wird in den saarländischen Gemeinden das Streusalz knapp. Entsprechende Nachrichten gab es gestern aus Homburg und Bexbach. In Homburg hieß es, dass man noch ein „Notlager“ habe, dass auch eine Lieferung angekündigt sei, dass aber bei schwierigen Bedingungen auch die Transporter Liefer-Probleme hätten.

Optimistisch ist man bei der Post, dass die Pakete rechtzeitig zum Weihnachtsfest ankommen. Post-Sprecher Heinz-Jürgen Thomeczek sagte: „Wir gehen davon aus, dass alle Pakete, die bis Mittwoch, zwölf Uhr aufgegeben werden, noch unter dem Tannenbaum liegen.“ Es sei denn, die Wetterlage werde extrem.

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