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Neue Schulordnung: Handys bleiben stumm

Saarlouis. Die Diskussion im Vorfeld war heftig: Jetzt gibt es für die Geschichte „Handyregelung am Max-Planck-Gymnasium Saarlouis (MPG)“ einen Schlusspunkt. Wie Jürgen Hannig, Schulleiter des MPG, mitteilt, hat die Schulkonferenz mit je vier Lehrer-, Eltern- und Schülerstimmen einstimmig die Regelung bestätigt.

Hausordnung mit Zusatz

Die Hausordnung erhält folgenden Zusatz: „Multimedia-Geräte (Handy, iPod, MP3-Player usw.) dürfen in der Schule, d. h. in allen Gebäuden, auf dem Pausenhof und dem Sportplatz nur in ausgeschaltetem Zustand mitgeführt werden, Ohrhörer dürfen nicht getragen werden. Die Nutzung dieser Geräte bedarf der Erlaubnis durch eine Lehrkraft. Musikhören mit Ohrhörern ist nur nach der 6. Stunde auf dem Pausenhof erlaubt.

Unerlaubt genutzte Geräte kann eine Lehrkraft einziehen und auf dem Sekretariat bis zum Ende der Unterrichtszeit (in der Regel nach der 6. Stunde) hinterlegen. Im Wiederholungsfall werden die Geräte nur den Eltern zurückgegeben.“



Pädagogisch sinnvoll


„Das ist die bürokratisch präzise Papierformulierung“, sagt Hannig. Im Prinzip sei es aber „ganz einfach“: Die Nutzung von Handys und MP3-Playern und ähnlichem in der Schule ist nicht erlaubt. Nur bei Nachmittagsunterricht kann auf dem Schulhof in der 45-minütigen Mittagspause Musik gehört werden, wenn niemand dadurch gestört wird. In Notfällen kann man sich an eine Lehrkraft wenden.

„Ich bin sehr froh, dass auch die gewählte Schülervertretung mit dieser pädagogische sinnvollen Regelung einverstanden ist“, sagt der Direx. Die bisherige Praxis zeige, dass die Schüler sich mittlerweile daran gewöhnt haben. „In den Pausen sich zu bewegen, miteinander zu reden und sich zu entspannen, bringt mehr als das hektische Gefummel mit dem multimedialen Spielzeug“, ist Hannig überzeugt, und er meint: „Es wäre wünschenswert, wenn sich noch mehr Schulen dieser Regelung anschließen würden.“



Meinung: Kessler darf das ruhig empfehlen

Die Diskussion um eine Handyregelung am Max-Planck-Gymnasium in Saarlouis ist abgeschlossen. Statt eines radikalen Verbots hat sich die Schulkonferenz auf ein grundsätzliches Nein mit gewissen Ausnahmen geeinigt.

Das ist ein guter Abschluss. Die Diskussion an der Schule hat nicht geschadet. Die Regelung macht deutlich, was die Schule will. Andererseits zwingt sich das Max-Planck-Gymnasium nicht, mit Strafenkatalog und scharfer Kontrolle das Schulklima zu vergiften.

Hoffentlich liest der Bildungsminister in Saarbrücken die gelungene Formel, die die Schulkonferenz am Saarlouiser Max-Planck-Gymnasium gefunden hat. Er muss sie ja nicht allen Schulen aufzwingen, aber als Empfehlung darf Bildungsminister Klaus Kessler sie gerne weiterleiten. 
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