B51 Stadtgebiet Bous, Saarbrücke Ampelkreuzung L168 in beiden Richtungen Vollsperrung in Richtung L168 Überherrn, Wartungsarbeiten bis 22.10.2017 20:00 Uhr, eine örtliche Umleitung ist eingerichtet (19:14)

B51

Priorität: Normal

12°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
12°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Neue Show „Höchststrafe“ des Circus Flic Flac begeistert das Premieren-Publikum

 Vermeintliche Sträflinge in Gefängniszellen, klickende Handschellen, düstere Beats: Getreu dem Titel „Höchststrafe“ lädt die neue Show des Circus Flic Flac zu einem Knast-Besuch ein. Bei den rund 1300 Besuchern der ausverkauften Premiere am Mittwochabend auf den Saarbrücker Saarterrassen sorgten die 40 Artisten für wahre Gefühlsausbrüche: Begeisterung, Angst und Überraschung wechselten sich oft im Sekundentakt ab.

Das Jubiläums-Programm setzt auf eine Mischung aus Höhepunkten der 25-jährigen Geschichte des Circus und neuen Darbietungen. Doch die meist umjubelte Nummer bleibt der Klassiker „Globe of Speed“. Dieses Mal sorgen gleich acht Motorradfahrer, die durch die riesige Stahlkugel rasen, für die volle Dröhnung. Zudem schießen die „Mad Flying Biker“ mitten aus den Zuschauerrängen 20 Meter hoch durch die Luft.

Bei ihren Sprüngen zeigen die Artisten auf ihren Maschinen gefährliche Salti und Drehmanöver.

Auch darüber hinaus sind viele Artisten regelrecht abgehoben: Julia Galenchyk hängt kopfüber im Luftnetz hoch über der Manege und strapaziert mit ihren (geplanten) Abstürzen die Nerven der Zuschauer. Laura Miller pendelt mit ihrem Luftring zwischen der Zeltkuppel und einem Wasserbecken, in das sie abtaucht, hin und her. Das Strapaten-Duo Turkeyev erzählt in luftiger Höhe eine Liebesgeschichte: Beide hängen sehr aneinander – sie an seinen Füßen, er an ihren Armen. Und am Schwungtrapez dreht Nicolai Kuntz Pirouetten und Salti. Später steht der im Circus Flic Flac geborene Artist als Jongleur in der Manege, katapultiert bis zu drei Diabolos bis unter die Zeltdecke. Seine Kollegen von der „Apostol Crew“ schleudern sich dagegen selbst mit der so genannten „Russischen Schaukel“ in die Höhe und werden von ihren Partnern mit der Matratze oder einem Netz aufgefangen.

Im Gegensatz zu den Höchstleistungen der anderen Akteure geht bei Steve Eleky scheinbar alles schief: Er verrät seine Zaubertricks und bei seiner Jonglage-Nummer sagt er: „Ich habe keine Lust, das zu machen – aber das steht bei mir im Vertrag.“ Was der Ungar im Schottenrock als „nur Spaß“ abtut, ist wirklich große Comedy-Kunst und wird mit begeistertem Beifall des Publikums belohnt. Eleky gehört mit seinen Kollegen wie der Jongleurin Ira Rizaeva, Nicolai Kuntz und Larissa Kastein zu den „Flic Flac“-Urgesteinen. Doch nicht nur die Direktoren-Tochter ist inzwischen erwachsen geworden, auch der Zirkus hat sich weiterentwickelt. Die neue Show ist trotz des Knast-Szenarios weniger düster und die früher Großteils an Rammstein angelehnte Begleitmusik abwechslungsreicher. Dafür sorgt nach einer längeren Pause wieder eine Live-Band mit Sängerin.

Auf dem Heimweg brauchten viele Besucher dann noch einmal starke Nerven: An einer Ampel gab es nach der Show lange Rückstaus. Die Stadtverwaltung wolle die Schaltung anpassen, hieß es.

 

Zum Thema:

Der Circus Flic Flac gastiert noch bis zum 31. Oktober auf den Saarterrassen in Saarbrücken . Vorstellungen: Dienstag bis Freitag 20 Uhr, Samstag 16 und 20 Uhr, Sonntag 15 und 19 Uhr.Montag ist spielfrei. Aufgrund der großen Nachfrage wurde für Mittwoch, 28. Oktober, 16 Uhr bereits eine Zusatzshow angesetzt. Tickets unter Telefon: (07 00) 66 66 66 11.mv
   
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein