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Neue Sporthalle verspricht bessere Trainingsbedingungen

Saarbrücken. „Durch Spitzenleistungen erfahren wir Aufmerksamkeit – in der Bundesrepublik und international“, begründet Bildungsminister Klaus Kessler, warum es wichtig ist, den Sportzweig des Gymnasiums am Rotenbühl, der Eliteschule des Sports im Saarland, zu fördern. Aber Talente, die diese Leistungen erbringen, fallen nicht von Himmel. Dahinter steckt Arbeit. Und es ist kein Geheimnis, denn darin sind sich alle Beteiligten einig, dass die Rahmenbedingungen hierfür noch ausbaufähig sind.

Stellvertreter für Altmeyer

Lothar Altmeyer ist der Leiter des Sportzweiges an der Eliteschule. Eine immense Herausforderung für eine einzige Person, immerhin muss er die 200 Sportschüler allein betreuen. „Die Stelle eines stellvertretenden Leiters ist schon ausgeschrieben, aber noch nicht besetzt. Ich hoffe, dass sich bis zum Jahresende etwas tut, das ist dringend erforderlich“, sagt Altmeyer. Sein Stellvertreter würde sich künftig um die Koordination von „Jugend trainiert für Olympia“ kümmern, Altmeyer um die Betreuung der Bundeskaderathleten.

„Das Wichtigste“, findet aber Schulleiter Franz Josef Kiefer, „sind bessere Trainingsbedingungen“. Die Schule setzt auf den geplanten Neubau einer Multifunktionssporthalle an der Hermann-Neuberger-Sportschule. 2011 soll die Halle stehen (die SZ berichtete). „Dort können wir Training und Schule besser verbinden“, erklärt Kiefer, „denn es wird Funktionsräume für den Unterricht geben.“ Ohnehin soll das gesamte System verfeinert werden, sagt Kiefer. Dazu gehören seiner Aussage zufolge auch die Verschlankung der Lehrpläne für Sportschüler sowie die Einstellung von Lehrertrainern.

Wenige Internatsplätze

Die meisten Athleten des Gymnasiums kommen aus dem ganzen Saarland, nehmen täglich organisatorische Hürden, um zur Schule nach Saarbrücken zu kommen. Andere ziehen extra ins Saarland, um zum Rotenbühl zu kommen. Den vielen Anfragen, einen der begehrten Internatsplätze an der Sportschule zu bekommen, kann Lothar Altmeyer gar nicht gerecht werden. „Wöchentlich kommen Anfragen“, sagt er. „Aus Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen. Aber die können wir gar nicht alle unterbringen.“ 18 Plätze hat die Schule aktuell. Zumindest vorerst ist hier keine Besserung in Sicht.

Einen Erfolg kann die Schule dagegen mit der Verlängerung ihres Sponsorvertrages mit dem Energieunternehmen EnergieSaarLorLux vermelden. „Sie übernehmen unsere Ausstattung. Und wir haben die Möglichkeit, Veranstaltungen zu machen, da unser Sponsor die Kosten übernimmt“, erläutert Schulleiter Kiefer. Dass eine Schule derart gesponsert wird, ist eine Besonderheit. „Diese Schule hat einen Sonderstatus“, erklärt Bildungsminister Kessler, „das kann man nicht in der Fläche machen, sondern nur an ausgesuchten Standorten.“

Ein solcher Standort ist das Gymnasium am Rotenbühl – und wie der Bildungsminister versichert, habe die Landesregierung ein großes Interesse daran, dass der Sport auch über diese Einrichtung gefördert wird. „Ich habe die Entwicklung seit Jahren mitverfolgt“, sagt Kessler, „und das Saarland hat hier viel zu bieten.“ cjo

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