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Neue Studie zur Schulverpflegung im Saarland – Viele Schüler sind nicht zufrieden

Gerichte mit Pommes sind bei saarländischen Schülern beliebt. Symbolbild: dpa</p>

Gerichte mit Pommes sind bei saarländischen Schülern beliebt. Symbolbild: dpa

Das Essen in den Schulen im Saarland verdient trotz einiger Mängel die Note 2 bis 3 und ist „bundesweit nur einen Tick besser“. Zu diesem Ergebnis kommt eine umfassende Studie der Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften im Auftrag des saarländischen Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz zu Akzeptanz, Qualität und Abwechslungsreichtum der Schulverpflegung. Befragt wurden dabei die Träger und Leiter von mehr als 200 Schulen im Land sowie 843 saarländische Schüler aus dem Primar- und Sekundarbereich.

„Kinder und Jugendliche essen in der Schule am liebsten Nudeln, Pizza, Schnitzel und Pommes“, ergab die gestern von Professor Ulrike Arens-Azevedo in der Stiftung Demokratie Saarland in Saarbrücken vorgestellte Studie: „Gerichte, die von ihnen nicht so gemocht werden, sind besonders häufig Fisch, Spinat, Suppe und Gemüse.“ Und das entgegen allen Gesundheitsappellen.

Ein warmes und gesundheitsförderndes Mittagessen nach den Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung wird laut Studie inzwischen in nahezu allen saarländischen Schulen angeboten, meist aber angeliefert und nicht ausschließlich vor Ort zubereitet. Für den Durchschnittspreis von etwa 3,50 pro Essen, den fast jeder zweite Schüler für zu hoch hält, gibt es öfters auch zwei Wahlmenüs mit Vorspeise, Dessert und manchmal auch Getränk inklusive. Büffet-Auswahl ist dagegen von den Schulträgern, für die Essensqualität und Preis an erster Stelle stehen, so gut wie nirgendwo zu praktizieren. Die mehrheitlich kritischen Schüler , die mit dem Essen nicht zufrieden waren, klagten am häufigsten über den Geschmack der angebotenen Speisen („zu lappig“, „zu unappetitlich“) sowie über die zu hohe Lautstärke und die mangelnde Gemütlichkeit in den Speisesälen. Laut Studie muss das Schulessen in einigen wenigen Schulen im Saarland sogar noch auf dem Flur oder in der Aula eingenommen werden.

„In einigen Schulen ist das Essen absolut top, in anderen gibt es dagegen noch viel Luft nach oben“, befand denn auch Judith Franz-Lehmann von der Landeselternvertretung Saarland. Als Positiv-Beispiel gilt eine Ganztagsschule in Merchweiler, wo ein Elternverein die Schulverpflegung in die Hand genommen hat.

Verbraucherschutzminister Reinhold Jost ( SPD ) versprach weitere Verbesserungen für ein bezahlbares und schmackhaftes Schulessen im Land, schränkte aber ein: „Mit den zur Verfügung stehenden Beträgen kann man nicht gerade Sterne-Gerichte herstellen, die man auch nicht braucht.“

Er selbst, so Jost, sei noch mit Apfel, Butterbrot und Banane in die Schule gegangen. „Heute aber packen viele Eltern gar nichts mehr in den Ranzen ihrer Schüler .“ Der Minister kündigte zudem an, dass die Arbeit der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung im Saarland auch nach Auslaufen der Bundesförderung im kommenden Jahr fortgeführt werde. Konkret geplant sei zudem ein neues Ernährungsprojekt mit dem Anlegen von Gärten an sechs saarländischen Kitas und Schulen für die Versorgung mit Kräutern, heimischem Obst und Gemüse.

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