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Neue Technik für die Saar-Behörden

Saarbrücken. Eine Szene wie man sie aus vielen Krimis kennt: Den Verbrechern gelingt ein großer Coup denn sie sind über die Aktionen der Polizei bestens informiert – sie hören den Polizeifunk ab. Eine Szene, die im echten Leben bald der Vergangenheit angehören soll, denn die Behörden rüsten auf. Deutschlandweit baut die Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben ein neues, digitales Funknetz auf, über das alle Behörden, also Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungskräfte in Zukunft – abhörsicher – kommunizieren sollen.

Im Saarland verständigten sich am Donnerstag das Innenministerium und der Saarländische Städte- und Gemeindetag über eine gemeinsame Finanzierung. Zirka zwei Millionen Euro werden die Betriebskosten im Jahr betragen. 412.000 Euro werden die Kommunen übernehmen, den Rest trägt das Land. „In einem fairen Kompromiss ist es gelungen, die nicht unerheblichen Kosten für den Aufbau und den Betrieb dieses digitalen Funksystems zwischen dem Land und der kommunalen Ebene aufzuteilen“, lobte der Präsident des Saarländischen Städte- und Gemeindetags, Klaus Lorig, die Vereinbarung. Zusätzliche Kosten entstehen allerdings noch durch die Anschaffung der digitalen Funkgeräte. Nach Angaben des Innenministeriums betragen diese noch einmal zwei bis vier Millionen Euro, die die Sicherheitsbehörden selbst zahlen sollen. Saarlandweit sollen 5000 Endgeräte beschafft werden.

Der Wechsel vom alten Analogfunk zum neuen Digitalfunk wird vom saarländischen Innenministerium als notwendig angesehen. „Durch die knappen Frequenzressourcen kann der Analogfunk nicht mehr den Bedarf der Sicherheitsbehörden decken. Das Digitalfunknetz nutzt dagegen die begrenzte Anzahl verfügbarer Frequenzen optimal aus“, so ein Ministeriumssprecher. Der Digitalfunk sei darüber hinaus abhörsicher, ermögliche die Übertragung von Daten, und das digitale Funknetz decke 98 Prozent der Fläche des Saarlandes ab.

Für das Jahr 2012 ist ein Probebetrieb für das neue Funknetz geplant. In dieser Testphase sollen mögliche Mängel beseitigt oder Optimierungen im Netz vorgenommen werden. Anschließend soll in einem Schritt der Digitalfunk für den operativ-taktischen Einsatz in Betrieb genommen werden.

Bei grenzüberschreitenden Einsätzen stehen die Sicherheitsbehörden und Rettungskräfte allerdings weiterhin vor Kommunikationsproblemen: Das neue saarländische Funksystem ist mit dem der Nachbarländer Frankreich und Luxemburg nicht kompatibel.
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