A623 Friedrichsthal Richtung Saarbrücken Zwischen AS Saarbrücken-Herrensohr und Einmündung Rodenhof Bauarbeiten, linker Fahrstreifen gesperrt, Stau zu erwarten bis 19.10.2017 05:00 Uhr (17.10.2017, 16:49)

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Neue Verkehrsführung in St.Wendel soll Staus vermeiden

Nachrichten aus der Region St. Wendel.

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St.Wendel. Jedes Bauwerk braucht seine offizielle Übergabe. Da spielt es keine Rolle, ob es schon längst in Beschlag genommen ist. Wie Donnerstagvormittag, als vorbeidonnernde Lastwagen mit dröhnenden Motoren die Ansprachen der Offiziellen am neuen Doppelkreisel in St. Wendel torpedierten. Erfolglos. Denn Bürgermeister Klaus Bouillon (CDU) und Michael Hoppstädter, Direktor des Landesbetriebs für Straßenbau (LfS) in Neunkirchen/ Saar, kämpften trotzig gegen die Lärmkulisse an. Wenn auch mit äußerst knappen Ansprachen zur offiziellen Freigabe der neuen Wegstrecke über die beiden Verkehrskreisel der innerstädtischen B 269 am Tholeyer Berg. Zum Redeinhalt: Sowohl der Rathauschef als auch der LfS-Zuständige lobten zum einen die kurze Bauzeit, zum anderen die gelungene Arbeitsteilung. Ein kompletter Straßenabschnitt sei seit Mai bis jetzt auf Vordermann gebracht worden. Binnen sechs Monaten. Auslöser für dieses Projekt laut Hoppstädter: „Verkehrsteilnehmer hatten große Probleme, auf die B 41 abzubiegen“ – der Hauptachse zwischen Neunkirchen und dem nördlichen Saarland. Dieses Problem ohne zeitraubende Ampeln sei nun gelöst.

Bouillon pflichtete ihm bei: „Die Auf- und Abfahrt ist nun wesentlich einfacher.“ Dass es sich dabei nicht nur um ein Luxus- Bauprojekt für ein paar wenige Auto- und Brummifahrer handelt, machte er anhand statistischer Zahlen deutlich: „Täglich passieren zwischen 13 000 und 14 000 Fahrzeuge die Straße.“ Für sie bestehe nun eine „wesentliche Verbesserung der Verkehrssituation“, unterstrich er. Auch für Kunden des Elektrofachhandels samt Getränkemarkt, Tankstelle und Autohändler am Ortsausgang in Richtung Winterbach sowie zum innerstädtischen Globus- Warenhaus und Baumarkt. Dafür blätterten die am Bau Beteiligten laut deren Auskunft 1,9 Millionen Euro hin. Nach Hoppstädters Angaben flossen seitens der Saar-Landesregierung an die 500 000 Euro, weitere 300 000 Euro habe die Stadt aufgebracht. Den Rest übernahm demnach der Bund.

Ein Sonderfall, der die Bauphase nicht beeinträchtigt habe, wie der LfS-Chef anfügte: „Bei dem Abschnitt handelt es sich um eine Militärstrecke.“ Das heißt: Der Weg muss prinzipiell für Panzerfahrten geschaffen sein. Ist sie, weil an den Straßenrändern entlang der Kreisel statt Grünflächen befahrbare Kopfsteinpflaster den eigentlichen Fahrbahnrand des Kreisverkehrs begrenzen.

Dass solche Verkehrsführungen nicht immer selbstverständlich waren, daran erinnerte Bouillon: „Als wir vor 30 Jahren die ersten Kreisel bekamen, gab es Ärger. Heute haben wir viele Kreise.“ Ab sofort auf der B 269 Stelle sogar gleich zwei hintereinander.

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