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Neuer SR-„Tatort“ spielt auch auf dem Winterberg

Saarbrücken. Es ist muksmäuschenstill auf dem Flur der ehemaligen Intensivstation im Klinikum Saarbrücken auf dem Winterberg. Alles ist in Position gebracht, plötzlich sagt eine laute Stimme am Ende des Flurs: „Ton läuft, Kamera läuft – und bitte.“ Sekunden später heißt es „Abbruch. Alles auf Anfang.“ So geht es unzählige Male, bis zu hören ist: „Danke, perfekt, wir haben es im Kasten.“ In dieser Woche drehte der Saarländische Rundfunk im Klinikum Saarbrücken Szenen für den neuen saarländischen „Tatort“, der im Januar 2012 ausgestrahlt werden soll.

"Wir drehen jeden Tag von 8.30 bis 18 Uhr"

Für eine Szene von 20 Sekunden wird mehr als eine Stunde aus verschiedenen Kamera-Perspektiven gedreht, Alles muss perfekt sein. „Wir drehen jeden Tag von 8.30 bis 18 Uhr. Am Ende kommen dabei pro Tag etwa drei Minuten Tatort heraus“, sagt Regieassistentin Margrit Meyndt. Derweil nehmen die beiden „Tatort“-Kommissare Gregor Weber alias Kommissar Stefan Deiniger und Maximilian Brückner alias Kommissar Franz Kappl den durchaus stressigen Dreh gelassen hin. „Das ist so beim Film.

Trotzdem ist das Ambiente hier klasse. Ich habe noch nie so ein schön gelegenes Krankenhaus gesehen“, sagt Brückner, bevor der Dreh der nächsten Szene bevorsteht. Mehr als 30 Menschen waren in dieser Woche damit beschäftigt, den „Tatort“ in Saarbrücken zu drehen. Insgesamt gibt es 21 Drehtage an vielen saarländischen Orten. Angefangen hat aber alles vor etwa zwei Jahren.

„Ich hatte eine Idee für eine Story und hab zufällig auf einer Party in Berlin eine Autorin kennen gelernt, der eine ähnliche Geschichte vorschwebte“, sagt Christian Bauer, Redakteur und Ideengeber der neuen „Tatort“-Folge.

Story in Anlehnung an Geschichte der Natascha Kampusch

Es ist Bauers dritter „Tatort“. Er erklärt, wie ein Drehbuch entsteht: „Viele Autoren arbeiten an so einer Folge und bündeln die Ideen. Dann werden mehrere Drehbücher geschrieben, bis am Ende das dreh-fertige Produkt herauskommt.“ Die Geschichte des neuen saarländischen „Tatorts“ wollte der Redakteur natürlich noch nicht verraten. Aber es soll um ein Entführungsopfer gehen, in Anlehnung an die dramatische Geschichte der Natascha Kampusch. „Es ist ein ziemlich starkes Drehbuch. Ob es ein Erfolg wird, werden wir sehen“, sagt Bauer, der mit seinen bisherigen beiden „Tatort“-Fernsehfilmen jeweils mehr als 8,5 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme lockte. „Wenn wir wieder weit über acht Millionen Zuschauer erreichen könnten, wäre es ein toller Erfolg. Über neun Millionen wäre ein kleine Sensation“, sagt Bauer. Plötzlich hört man wieder vom Ende des Flures „Achtung wir drehen. Ruhe. Ton läuft, Kamera läuft – und bitte.“

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