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Neues Bündnis gegen Verkehrslärm: Anwohner von Breite Straße und Brückenstraße wollen gemeinsam vorgehen

An der Kreuzung von Breite Straße und Brückenstraße in Malstatt treffen zwei wichtige Verkehrsströme aufeinander – und der Lärm, den die beiden verursachen, addiert sich. Foto: Becker&Bredel

An der Kreuzung von Breite Straße und Brückenstraße in Malstatt treffen zwei wichtige Verkehrsströme aufeinander – und der Lärm, den die beiden verursachen, addiert sich. Foto: Becker&Bredel

Extrem genervt und unzufrieden mit der Verkehrssituation vor ihren Haustüren sind die Anwohner der Breite- und der Brückenstraße im unteren Malstatt . Das zeigte sich beim Treffen im Malstatter Kulturzentrum Breite 63, wo der Verein „ Malstatt gemeinsam stark“ (Mags) mit Betroffenen diskutierte.

„Ich bin hier, um zu meckern“, informierte Gisela Rein gleich nachdem Moderator Rainer Morsch die Vorstellungsrunde eröffnet hatte. „Die Verkehrssituation ist, wie ich finde, nicht gut“, meinte auch Andreas Heiske. Wo es klemmt, sollte später erörtert werden. Klar: Die Breite Straße ist Teil der Bundesstraße 51 – deshalb muss auch allerhand Verkehr darüber rollen. Und die Brückenstraße ist die direkte Verbindung von Malstatt zur Stadtautobahn – was dazu führt, dass auch dort sehr viele Autos unterwegs sind.

Schwierigkeiten macht offenbar zudem eine Bushaltestelle, die direkt vor einem Lebensmittelgeschäft ist. Dazu kommen Probleme, wie sie in allen Stadtteilen auftauchen. Die alltäglichen Verkehrssünden, wie zu schnelles Fahren und Falschparken. Außerdem fühlen sich Radfahrer unsicher, wenn sie durchs untere Malstatt müssen.

„Überall gibt es Rad-Schutzstreifen – in St. Johann, in Burbach auch – nur hier bei uns sind keine zu finden“, arbeitete die Versammlung heraus. Kämen Radler aus der Innenstadt, höre der Radweg auf Höhe der evangelischen Kirche plötzlich auf. Und die Stelle, wo sich die Radfahrer in den fließenden Verkehr einfädeln sollen, sei zudem meistens hoffnungslos zugeparkt.

Und das alles geht den Malstattern schon jahrzehntelang auf die Nerven. „Das dauert bestimmt schon 20, 30 Jahre“, ärgerte sich Friseurmeister Francis Dietzsch. Ist die Lösung dieser Probleme also eine Aufgabe für den sagenhaften Sisyphos? Mitnichten.

Die Malstatter, die ja schon dem Brummiverkehr in der Lebacher Straße den Kampf angesagt haben, wollen nun auch die Probleme in der Breite- und der Brückenstraße gemeinsam angehen. Morsch: „Schließlich ist die Breite Straße ja eingerahmt von zwei Erfolgsprojekten: der Wilhelm-Meyer-Brücke und der Grünen Insel Kirchberg.“ In Arbeitsgruppen machten sich die Verärgerten also frisch ans Werk.

Kurzfristig könnten die Einrichtung von Rad-Schutzstreifen sowie verstärkte Kontrollen des Ordnungsamtes Abhilfe schaffen – sogar ohne große Kosten zu verursachen. Und der Verkehr in der Breite Straße im Bereich der Von-der-Heydt-Brücke soll bis auf eine Abbiegespur am Ende einspurig geführt werden.

Etwas länger würden der Vollanschluss der Messe und des Rotfeldes an die Stadtautobahn dauern.

Dass dieser Vollanschluss – anders als die A-1-Verschwenkung und der Ausbau der Camphauser Straße zur Autobahn – nicht auf dem Verkehrswegeplan des Bundes steht, sieht der städtische Verkehrsplaner Christoph Kreis nicht als Problem. Kreis erläuterte: „Das ist ein anderer Topf, das würde zum Um- und Ausbau von Autobahnen gehören.“

malstatt-gemeinsam-stark.de

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