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Neues Dillinger Tierheim eröffnet

Nachrichten aus der Region Saarlouis.

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Saarlouis/Merzig. Es war ein langer Prozess, bis 13 Kommunen aus dem Landkreis Saarlouis und sieben Kommunen aus Merzig/Wadern die Weichen für ein neues Tierheim gestellt hatten. Aber das, was jetzt im Bruchweg in Dillingen- Pachten geschaffen wurde, kann sich sehen lassen.

Am Samstag überreichten die Vertreter der beiden Landkreise dem Tierschutzverein Untere Saar offiziell den Schlüssel zum neuen Tierheim, das den Namen „Hedwig Trampert“ trägt. Der Landkreis Saarlouis übernahm die Koordination des Neubaus. Als „nicht vergnügungssteuerpflichtig“ bezeichnete Landrat Patrik Lauer augenzwinkernd die lange Planungsphase von über zwölf Jahren. Die Geschichte begann damals bei Landrat Peter Winter, die heutige Innenministerin Monika Bachmann übernahm als Landrätin die heiße Phase des Gemeinschaftsprojektes. Keine leichte Aufgabe, wie Dillingens Bürgermeister Franz-Josef Berg erklärte. Diskussionen und Verhandlungen haben aus dem Projekt immer wieder eine Geduldsprobe gemacht. Die Stadt Dillingen stellte das Gelände auf der ehemaligen Kompostierungsanlage.

Es wurde zuletzt vom Motorradclub „Road Runners“ genutzt. Der Club bekommt jetzt als Quartier das alte Tierheim zur Verfügung gestellt. Spatenstich im Jahr 2010 Die ersten Planungen für den Neubau begannen im Jahr 2000, der Spatenstich auf dem 1,2 Hektar großen Gelände erfolgte im Oktober 2010. Für die Umsetzung waren das Architektenbüro Armin Lauk und Ingenieurbüro für Haustechnik Witsch zuständig. „Wie viel ist nötig und möglich, um der Verpflichtung Rechnung zu tragen, Fundtieren eine tierschutzgerechte Unterbringung zu schaffen?“, fragte Lauer in die Runde. Investitionskosten: 4,3 Millionen Euro. „Ja, die Investition war notwendig“, betonte Lauer, weil die Einrichtung auch ein Sinnbild der Gesellschaft sei, wie man mit Tieren umgehe.

Die 20 Kommunen beider Landkreise mussten Kosten von 1,8 Millionen übernehmen, 1,3 Millionen investierte der Tierschutzverein selbst, davon stammt eine Million Euro aus der Erbschaft von Gönnerin Hedwig Trampert. Das Land bewilligte 1,46 Millionen, davon kamen 46 300 Euro aus dem Innenministerium für die Förderung einer interkommunalen Zusammenarbeit. „Ich glaube, wir können sehr zufrieden sein“, meinte Hermann Hennrich vom Kreisbauamt. Allein das Hundehaus hat eine Größe von 3500 Quadratmetern. Geschaffen wurden zudem Katzenhaus, Krankenund Quarantänestation, Wohnund Verwaltungsgebäude.

Zwei Tierpfleger wohnen auf dem Gelände, dadurch ist das Tierheim 24 Stunden besetzt. Bevor der Landrat mit seinen zwei Vorgängern offiziell den Schlüssel an den Vorsitzenden des Tierschutzvereins, Peter Kaiser, überreichte, segnete Pastor Gerhard Jacob die neue Einrichtung ein.

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