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Neues FCS-Stadion aktuell: So soll's werden

Von SZ-Redakteur Patrick Griesser

Saarbrücken. Ein Stadionneubau am Saarbrücker Ludwigsberg rückt offenbar in immer greifbarere Nähe. Zahlreiche Punkte gelten nach den monatelangen Verhandlungen inzwischen als vereinbart, offen scheint jedoch, welche Rollen dem Verein und der Stadt beim Stadionunterhalt zukommen.

Nach SZ-Informationen haben sich Landesregierung, Stadtverwaltung und der 1. FC Saarbrücken darauf verständigt, am bisherigen Standort festzuhalten. Dort soll ein Stadion entstehen, dass 22.000 Plätze bietet, etwa 6000 sind als Stehplätze geplant.

Fest steht demnach auch, dass der in die Jahre gekommene Ludwigspark in Teilen erhalten bleiben soll. Dazu zählen die Gegentribüne und der Kern der Haupttribüne, um den Hang zu sichern. Allerdings soll sich das Gesicht der Haupttribüne grundlegend verändern, Logen und Vip-Plätze sind ein wesentlicher Bestandteil der Planungen.

Die heute noch bestehende und teilweise beschädigte Laufbahn wird nach Informationen der SZ aufgegeben. Mit einem tiefer gelegten Rasenplatz ist ein reines Fußballstadion ohne Leichtathletiknutzung konzipiert worden. Allerdings steht im Raum, das Stadion gleichzeitig für Konzerte und andere Kulturveranstaltungen fit zu machen. Die Fläche hinter dem Marathontor soll deshalb neu geordnet werden. Ob das Stadion überdacht werden wird, ist derzeit noch offen – darüber soll anhand der vorhandenen Gelder entschieden werden.



Der gesamte Um- und Neubau soll höchstens 28 Millionen Euro kosten. Die Stadt soll elf Millionen Euro davon tragen. Die Landesregierung hatte sich bereits im März bereit erklärt, einen Anteil von 17 Millionen Euro zu übernehmen. Gestern tagte der Sportausschuss des Saarbrücker Stadtrats zum Stadionneubau. Dem Vernehmen nach wurde dort diskutiert, welche Belastung auf den Stadthaushalt durch den Unterhalt zukäme. Die Stadt kalkuliert offenbar mit etwa einer Million Euro Unterhaltskosten pro Jahr für den alten Ludwigspark. Ein neues Stadion könnte das Budget weitaus stärker belasten. Bei der Stadt sieht man deshalb angesichts der angespannten Haushaltslage offenbar den Fußball-Drittligisten 1. FC Saarbrücken in der Pflicht.

FCS-Präsident Paul Borgard sagte gestern der SZ: „An der Miete, die der FCS zu zahlen hat, wird der Stadionbau nicht scheitern.“ Borger regte an, sich an gelungenen Beispielen der Stadionplanung und Vermarktung zu orientieren. Damit vermeide man Fehler, die andere Städte bereits begangen hätten. Viele Detailfragen seien allerdings noch offen und sollen nun mit der Stadt geklärt werden, so Borgard.




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