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Neues Heim für Jerry und Hexe dringend gesucht!

Jerry (rechts  mit Gassigeherin Verena Dlouy ) und Hündin Hexe (neben Marion Mang) hätten soooo gerne ein neues Zuhause...

Jerry (rechts mit Gassigeherin Verena Dlouy ) und Hündin Hexe (neben Marion Mang) hätten soooo gerne ein neues Zuhause...

Saarbrücken. Das Schönste an meinem bisherigen Leben? Wenn Sie mich so fragen, muss ich, der Jerry, lange überlegen. Vielleicht ist das Schönste für mich, dass ich das Schlimmste hinter mir habe. Stellen Sie sich mal vor: In den sieben Jahren, die ich auf der Welt bin, durfte ich nie auf Dauer erleben, wie schön die Geborgenheit eines warmen Zuhauses ist. Ich war, was ihr Menschen einen Hofhund nennt.

Jerry war unsicher und schreckhaft

Ein Wesen, das nicht richtig zur Familie gehören darf. Das draußen bleiben muss, während die anderen reingehen. Das sich nach Nähe sehnt und auf Abstand gehalten wird. Die Leute vom Tierheim haben es schließlich geschafft, dass ich zu ihnen durfte und mein trauriges Dasein hinter mir lassen konnte. Schon hier im Heim, noch ohne eigene Familie, aber betreut von Menschen, die Tiere sehr mögen, blühte ich auf. Schnell gewöhnte ich mich an das tägliche Ausführen, an Spaziergänge, die nichts mit dem langweiligen Herumgerenne zu tun haben, das ich zuvor nur kannte. Nun freue ich mich über jeden Geruch, den ich erschnüffeln darf.

Aber ich habe längst nicht alle Unsicherheit abgelegt, die nach den ersten schweren Jahren so tief in mir steckte. Ich war sogar schon mal vermittelt. Aber damals fiel es mir noch wahnsinnig schwer, mich an neue Menschen zu gewöhnen. Ich war unsicher, schreckhaft.

Und nun komme ich zu dem Lebewesen, das mir heute hilft, diese Unsicherheit zu überwinden. Ich meine die Hündin Hexe, ein kluges Mädchen, in dessen Nähe ich mich total gut fühle. Sie gibt mir die Sicherheit, die ich früher so oft vergebens suchte. Auch die Leute vom Heim wollen mir helfen. Sie spendieren mir den Besuch der Hundeschule, damit ich schneller zu Menschen Vertrauen fasse und meine Unsicherheit ablege. Ich bin ganz sicher, dass ich das schaffe. Hexe hilft mir ja schon. Und Sie?

Kein Hündchen für die Couch


So, ich glaube, der Jerry, ein echt netter Kerl, hat jetzt genug von sich erzählt. Schließlich will ich, die Hexe, ja auch bald hier raus. Mit Jerry, wenn’s geht. Denn harte Zeiten schweißen zusammen. Das gilt auch für Hunde, die nicht so niedlich sind, dass jeder sie haben will. Ich bin als Schäferhund- Labrador-Mix nun wirklich kein Hündchen für die Couch, sondern eine Frischluftfreundin, die lange Spaziergänge über alles mag. Und mit meinen sechs Jahren bin ich prima in Schuss. Leider steht mir manchmal meine Schüchternheit ein bisschen im Weg, wenn es darum geht, Menschen auf mich aufmerksam zu machen. Und hin und wieder will ich auch mal, wie ich zugeben muss, meinen Kopf durchsetzen, wenn’s beim Spazieren um die Richtung geht oder ums Kennenlernen von neuen Personen. Aber ich kann Ihnen versichern: Meine Betreuer und ich arbeiten dran. Und ansonsten freuen wir uns auf einen echten Tierfreund, der Platz für zwei hat. Für mich, die Hexe. Und für meinen Freund Jerry, der nach harten Zeiten das Glück einer richtigen Familie wirklich verdient hat. Dürfen wir hoffen? 

Infos über Jerry und Hexe im Heim täglich außer montags von 13 Uhr bis 17 Uhr unter Telefon (06 81) 5 35 30. Gassigeherin Verena Dlouy (rechts) präsentiert Jerry. Marion Mang kniet neben Hündin Hexe. Foto: Holger Bousonville Neues Glück nach harten Zeiten?

Im Internet :: www.tierheim-saarbruecken.de

AUF EINEN BLICK

Der Adventsbasar des Bertha-Bruch-Tierheims ist am Sonntag, 21. November. Um 11 Uhr geht’s los, und dann ist bis 17 Uhr Zeit zum Stöbern, Schlemmen und Klönen. Auf dem Heimgelände am Ende des Folsterweges in Alt-Saarbrücken haben die Tierschützer ein großes Unterhaltungsprogramm vorbereitet. Beim Adventsbasar darf der Bücherflohmarkt ebenso wenig fehlen wie Adventsgestecke, Adventskränze und Misteln. Das Heimteam bereitet aus Spenden ein so großes Speisen- und Getränkeangebot vor, dass die heimische Küche kalt bleiben kann. Der Erlös bleibt im Heim. Verstärkung gesucht: Wer nicht nur mitfeiern, sondern sich im Heim engagieren möchte, ist willkommen. „Wir suchen noch Ehrenamtliche als Verstärkung für die Betreuung unserer Kleintiere“, sagt Sprecherin Simone Mai. ole
 
Weitere Informationen gibt’s im Heim außer montags täglich von 13 Uhr bis 17 Uhr unter Tel. (06 81) 5 35 30.

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