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Neues Sicherheitskonzept für die Burg in Kirkel

Wenn am dritten Mai-Wochenende der traditionelle Kirkeler Mittelaltermarkt auf der Burg seine Pforten öffnet, wird im und rund um Kirkels Wahrzeichen ein neues Sicherheitskonzept zum ersten Mal greifen.

Wenn am dritten Mai-Wochenende der traditionelle Kirkeler Mittelaltermarkt auf der Burg seine Pforten öffnet, wird im und rund um Kirkels Wahrzeichen ein neues Sicherheitskonzept zum ersten Mal greifen.

Für die beiden Kirkeler Großveranstaltungen „Mittelaltermarkt“ und „Burgweynacht“ auf der Kirkeler Burg gilt ab diesem Jahr ein neues Sicherheitskonzept. Am Mittwoch stellten Kirkels Bürgermeister Frank John, Udo Reis als Leiter des Bürgeramtes, Sarah Guthor vom Amt für Kultur und Tourismus und Peter Steffen, der Vorsitzende des Förderkreises der Kirkeler Burg, die damit verbundenen Änderungen in der Veranstaltungslogistik vor. Die präsentieren sich so: Die Besucherzahl auf der Burg ist auf 1800 begrenzt, begründet durch die Aufnahmekapazität des Fluchtwegs an seiner engsten Stelle. Wird diese Zahl überschritten, steht ein speziell ausgewiesener Wartebereich zur Verfügung. Der Zugang zu den beiden Veranstaltungen ist ab jetzt nur noch über den südlichen Teil der Burgstraße aus Richtung Luitpoldstraße möglich. Der „alte“ Weg über die Burgstraße aus Richtung Limbacher Weg ist für Publikumsverkehr komplett gesperrt und dient als Fluchtweg. An den entsprechenden Veranstaltungstagen gilt dort zu ausgewiesenen Zeiten zudem ein komplettes Halte- und Durchfahrverbot, auch für Anwohner. All diese Änderungen werden am 17. und 18. Mai zum ersten Mal greifen, wenn der Kirkeler Mittelaltermarkt seine Pforten öffnet.

Was sich auf den ersten Blick liest wie eine formelle Überregelung einer bei Besuchern aus der Großregion und in der Mittelalterszene immer beliebter werdenden Veranstaltung, hat seinen Grund: „Seit der Love-Parade-Katastrophe von Duisburg wird das Thema 'Sicherheit bei Großveranstaltungen' groß geschrieben. Das war für uns Anlass, rechtzeitig und angemessen und angesichts der steigenden Besucherzahlen mit einem Sicherheitskonzept zu reagieren.“ So begründete Bürgermeister Frank John den Schritt hin zu noch mehr Sicherheit für die Besucher auf der Kirkeler Burg. „Wir wollen präventiv handeln, nicht erst dann, wenn etwas passiert ist.“

Damit wagt die Gemeinde eine Gratwanderung zwischen den nötigen Sicherheitsvorkehrungen und dem bislang recht zwanglosen Veranstaltungstreiben. Doch Sarah Guthor zeigte sich sicher, mit dem nun gültigen Konzept einen gangbaren Mittelweg gefunden zu haben, auch zu Gunsten der Burgbesucher selbst. „Die Begrenzung der Anzahl der Besucher auf 1800, die sich zeitgleich auf der Burg aufhalten können, dient nicht nur einem Mehr an Sicherheit. Die Gäste können sich auch einfach wohler fühlen, wenn auf dem Veranstaltungsgelände mehr Raum ist.“ Und wer das Geschiebe und Gedränge an gut besuchten Veranstaltungstagen erlebt hat, mag Guthor zustimmen.

Dass diese Begrenzung auch dazu führen könnte, dass der eine oder andere zu Stoßzeiten ein bisschen Zeit im speziell ausgewiesenen Wartebereich zubringen muss, hat die Gemeinde einkalkuliert. Sarah Guthor: „Wir werden dort den Wartenden schon einen Vorgeschmack auf das geben, was sie oben auf der Burg an Programm erwartet.“ Und dieses Programm könne sich am Wochenende vom 17. und 18. Mai wieder sehen lassen. „Wir haben mit zwei Musikgruppen, zwei Tanzgruppen, einem Komödianten-Trio aus Berlin und vielen anderen Programmhöhepunkten wieder viel zu bieten.“ Und Guthor machte mit Blick auf die neue Einlass-Kontrolle klar: „Auch in der Vergangenheit kam es schon vor, dass man mal etwas warten musste.“
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