A8 Luxemburg - Saarlouis AS Perl in beiden Richtungen Anschlussstelle gesperrt, Baustelle bis 20.11.2017 06:00 Uhr (09.10.2017, 05:53)

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Neunkircher „Attentats-Brücke“ über A8 bleibt vorerst geschlossen

Mehrmals haben 2012 ein oder mehrere unbekannte Täter in Neunkirchen einen Gullideckel von der Autobahnbrücke am Franzosenweg auf die A8 Pirmasens-Luxemburg geworfen.

Mehrmals haben 2012 ein oder mehrere unbekannte Täter in Neunkirchen einen Gullideckel von der Autobahnbrücke am Franzosenweg auf die A8 Pirmasens-Luxemburg geworfen.

Fast fünf Monate ist es her, dass Anfang April eine Öffnung der gesperrten Hasentalbrücke in greifbare Nähe gerückt zu sein schien. Die Fußgängerbrücke – im November vergangenen Jahres wegen mehrerer Gullydeckel-Würfe auf die A8 gesperrt – sollte mit abschließbaren Toren über Nacht gesichert werden. Das Saarbrücker Wirtschafts- und Verkehrsministerium hatte angekündigt, dass der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) Tore an beiden Seiten der Brücke errichten lassen werde (wir haben mehrfach berichtet).

Getan hat sich an der Brücke seither nichts. Der Grund: die Zuständigkeit für die Öffnung und die damit verbundene Haftungsfrage wird hin und her geschoben. Nach dem neuesten Stand sieht sich das Wirtschafts-Ministerium mit Minister Heiko Maas aufgrund einer Stellungnahme aus dem Justizministerium nicht in der Verantwortung für die Brücke. Diese soll die Stadt Neunkirchen übernehmen. Die Stadtverwaltung, vor allem aber die kommunale Haftpflichtversicherung sehen das anders. Oberbürgermeister Jürgen Fried erklärte auf SZ-Anfrage: „Die Versicherung hat erklärt, dass sie das Risiko nicht tragen wird, sollte die Stadt die Brücke öffnen.“ Seitens der Verwaltung sehe man das Land als Eigentümer in der Pflicht.

Für die Bürgerinitiative „Hasentalbrücke wieder passierbar machen“ und ihren Sprecher Georg Jung ist das Kompetenzgeschiebe völlig unverständlich. „Die Brücke wurde nachweislich vom LfS gesperrt“, so Jung. Man sei der Meinung, dass derjenige, der die Brücke geschlossen hat, auch für die Öffnung zuständig sei. In Sachen Gefahreneinschätzung verweist Jung auf ein Schreiben des Landespolizeivizepräsidenten Hugo Müller. Der hatte am 19. Juli mitgeteilt, dass aus Sicht des Landespolizeipräsidiums „eine zeitlich befristete Öffnung der Brücke (tagsüber, also bei Helligkeit und Fußgängerverkehr) vertretbar scheint“. Die Bürgerinitiative setze weiterhin auf eine politische Lösung. Allerdings, so Jung, behalte man sich vor, als Ultima Ratio das Landesverwaltungsgericht mit einer Prüfung der Zuständigkeiten zu beauftragen. Das könnte aber Monate dauern. Und so lange wollen die Betroffenen nicht warten.

Jürgen Fried will die Polizei jetzt bitten, ein Sicherungskonzept zu formulieren, das er der Versicherung vorlegen kann. Viel Hoffnung auf eine baldige Lösung gebe es aber leider nicht, so Fried.

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