Saarland. B41. Gefahrenstelle durch defektes Fahrzeug auf der Johannisbrücke in Fahrtrichtung BAB 623, AD Friedrichsthal. (14:06)

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Neunkircher Ensemble fiebert Musical-Premiere entgegen

Nils Hollendieck schaut als Jedermann dem Tod ins Auge.

Nils Hollendieck schaut als Jedermann dem Tod ins Auge.

Neunkirchen. Noch ist die Gebläsehalle in gespannter Erwartung. Bei Ankunft der Presse steht der ein oder andere noch vor der Eingangstür, frönt seinem Laster. Drinnen, im Foyer, ist geschäftiges Klirren angesagt: Die Kühlschränke werden gefüllt. Auch hier soll alles klar sein zur Premiere am 30. November, 20 Uhr.

Doch jetzt ist erstmal Hauptprobe. Generalprobe für die, die zur Premierenmannschaft gehören. Im Eckchen des Foyers besprechen sich Regisseure/ Autoren Ellen Kärcher und Dieter Meier. Die Treppe hoch geht es zum Künstlerfoyer. Auf der Treppe zur Bühne hat die Security Platz genommen. Die Herren in Schwarz werden später die Bühnenelemente bewegen.

Wer hier hin will, muss allerdings erst durch die Garderobe. Fein säuberlich sind hier auf fünf Ständern die Kleider aufgereiht. Requisite und Kostüme arbeiten erstmals zusammen beim Jedermann. Unter der Leitung von Simone Georg sind Birgül Topaloglu, Martina Schneider, Hatice Uzunoglan und Andrea Backes schon seit Wochen fleißig. Alle Anzüge der Herrenabteilung eines günstigen Saarbrücker Kleidergeschäftes haben sie aufgekauft. Unter anderem. Andrea Backes und Birgül Topaloglu legen letzte Hand an „Goldiges“ an, das später zum Einsatz kommt. Simone Georg überprüft noch mal das Aussehen der Buhlschaft („das Outfit habe ich ganz selbst gemacht“). Vieles kommt vom Staatstheater und wird im Originalzustand wieder zurückgegeben. Und dann kommen natürlich die künstlerischen Kostüme dazu, die Jochen Maas gefertigt hat (wir berichteten).

Die tragen unter anderem die sieben Todsünden. Die dazu gehörigen Damen findet man ein Stockwerk höher. Dort herrscht geschäftiges Treiben. Die Künstlergarderoben sind hier. Vier Sammel-, drei Einzelräume (nur die Darstellerin der Mutter nutzt eine solche auch allein). Alle verschließbar mit Code – das hindert ungebetene Fotografen am Eindringen. An einem großen Tisch vor den vorderen Räumen sind Gabriele Wagner, Zoe Schneider und an anderen Tagen auch Jenny Vogler mit der Grundierung beschäftigt. Dann geht es ab ins Zimmer hintendran. Unter der Leitung von Astrid Thiel und Katja Molter-Basler werken hier nun täglich ab 18 Uhr 14 Damen nach genauem Schminkplan gemeinsam mit zwei Friseuren. Ganz am Ende des Ganges werden Unmengen goldener Schuhe für einen späteren Massen-Auftritt verteilt.

Aus dem Saal ertönt der Ruf nach der Wollust. Es gibt eine Änderung: Ida Jacobi wird gebraucht, um Helena Rudolph als Völlerei, Christine Mehlhorn (Zorn) und Kristin Schöner (Hochmut) dabei zu unterstützen, den Teufel (Jens Fried) umzukleiden. Heike Lissmann- Gräß kommt im Bademantel auch mit. Schließlich muss auch sie wissen, was Sache ist. Denn die Rolle der Wollust ist wie alle Rollen außer Jedermann und seiner Mutter doppelt besetzt. Verschiedene Mikros werden noch mal durchprobiert, die Bildschirme links und rechts auf der Bühne sind an (hier sehen die Darsteller Andreas Puhl im Band-Bereich). Jedermann- Darsteller Nils Hollendieck verrät: „Ich hab die falsche Hose an, die andere müssen wir schonen, die ist schon ganz durchgeschauert am Knie.“

Der Gaze-Vorhang fällt, eine dicke Fliege krabbelt darüber. Trommeln ertönen, Tod, Teufel und die sieben Todsünden unterstützen vorm eigenen Auftritt hinter der Bühne den Chor – das Schicksal des Jedermann nimmt seinen Lauf.

AUF EINEN BLICK

„Der Jedermann“: Premiere am 30. November, weitere Vorstellungen: 1./2./4./5./7./8. und 9. Dezember jeweils um 20 Uhr, Gebläsehalle Neunkirchen, Tickets unter (02 31) 9 17 22 90 oder www.proticket.de.



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