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Neunkircher Zoo: Wie soll das Orang-Utan-Baby heißen?

Neunkirchen. Großer Auftrieb für ein kleines Wesen, das – geschätzt – wenig mehr als drei Pfund wiegt und 30 Zentimeter lang ist: Gestern Morgen versammelten sich im Affenhaus des Neunkircher Zoos Fotografen und Texter, um den jüngsten Spross der Familie Orang- Utan kennenzulernen. Wie die SZ bereits kurz berichtete, hat die knapp achtjährige Struppi bereits am 15. Dezember ein Junges auf die Welt gebracht, dessen Ankunft Zoodirektor Norbert Fritsch allerdings bis Montag nicht an die große Glocke gehängt hat, um sicher zu sein, dass Mutter und Kind miteinander klarkommen, ehe sich die Öffentlichkeit vor der Affen-Wohnung drängelt.

„Zwei Tage lang wurden gar keine Gäste ins Haus eingelassen“, erzählt Tierpflegerin Ramona Ankner, damit die Tiere ganz viel Ruhe hatten, um sich aneinander zu gewöhnen. Da das Affenmädchen aber offenbar vor Gesundheit strotzt und Mutter Struppi mit Vater Masala ein harmonisches Team bildet, hatte man dann keine Bedenken mehr, Publikum einzulassen. Ist es denn ein Mädchen? „Da wir es vermeiden, in das Gehege zu gehen, um die Tiere nicht zu beunruhigen, müssen wir uns auf den Augenschein verlassen, um das Geschlecht zu bestimmen“, sagt „Affenmutter“ Ramona Ankner, die das Neugeborene – noch durch die Nabelschnur mit Struppi verbunden – als Erste gesehen hat. Struppi habe die, wie bei Orang Utans üblich, wohl nur zehnminütige Geburt problemlos überstanden und auch die Nabelschnur selbst versorgt. Seitdem scheint das Kind prächtig zu gedeihen und komplettiert damit die Orang-Utan-Riege des Neunkircher Zoos. Dazu gehören der fast 22-jährige Masala, ein stattlicher Vertreter seiner Rasse, den der Zoodirektor auf 80 bis 90 Kilo Lebendgewicht schätzt. Vom Nachbargehege aus schaut Weibchen Noah auf das Familienidyll. Die fast 30-jährige Noah ist seit 2008 in Neunkirchen, brachte damals aus dem Münchner Zoo ihr Kind Struppi mit und gebar kurz nach ihrer Ankunft auch noch überraschend das Mädchen Reseki, das jetzt durch eine kleine Schleuse zwischen der Mutter-Vater-Baby-Wohngemeinschaft und ihrer Mutter hin- und herpendelt. Noah musste in ein Separée, weil zuerst sie heftige Aggressionen gegen Masala auslebte und später der nichts mehr von ihr wissen wollte. Zur Erinnerung: Einige Jahre lang lebte Masala mit Weibchen Sitti zusammen, sollte eigentlich eine Familie gründen. Doch nachdem Sitti 2003 zwar ein Baby bekommen hatte, das dann aber aus ungeklärten Gründen nach elf Tagen starb, „funkte“ es zwischen den Beiden nicht mehr. So „tauschte“ der Neunkircher Zoo Sitti gegen die Münchnerin Noah aus und landete mit ihr einen Nachwuchs-Coup.

Angesichts der europaweit nur wenigen Orang-Utan-Geburten („schätzungsweise maximal fünf pro Jahr“) ist man in Neunkirchen besonders froh über die Nachzucht der vom Aussterben bedrohten Tierart. Jetzt muss das Kind, das rund 250 Tage ausgetragen wurde, nur noch einen Namen haben: Das Bistro Soho aus St. Ingbert hat die Patenschaft für das Baby übernommen und wird mit dem Zooteam drei klangvolle indonesische Namen auswählen, über die auf der Internet- Seite des Zoos öffentlich abgestimmt werden kann. Die Namen sollen ab kommenden Dienstag auf der Zoo-Seite veröffentlicht werden.

www.neunkircherzoo.de

AUF EINEN BLICK

Die Neunkircher Menschenaffen- Gruppe gehört zur Art der vom Aussterben bedrohten Orang-Utans von der Insel Sumatra. Sie unterscheiden sich von ihren borneanischen Verwandten unter anderem im Fell, das meist heller und rötlicher gefärbt ist und in einem etwas zierlicheren, leichteren Körperbau. (Quelle Zoo). sl

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