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Neuzugang: Lettischer Handball-Hüne kämpft für HG Saarlouis

Der lettische Nationalspieler Ingars Dude soll in dieser Saison am Kreis der HG Saarlouis für Tore und Platz für seine Mitspieler sorgen. Der 23 Jahre alte Handball-Hüne ist mit ehrgeizigen Zielen gewechselt.

Der lettische Nationalspieler Ingars Dude soll in dieser Saison am Kreis der HG Saarlouis für Tore und Platz für seine Mitspieler sorgen. Der 23 Jahre alte Handball-Hüne ist mit ehrgeizigen Zielen gewechselt.

Saarlouis. „Dude“ heißt im Englischen so viel wie „Kumpel“ oder das in Deutschland unter Jugendlichen oft als Füllwort missbrauchte „Alter“. In Saarlouis bedeutet „Dude“ seit einigen Wochen aber nicht etwa „alter Schwede“, sondern viel mehr „junger Lette“. Ingars Dude heißt der lettische Handball-Nationalspieler, der seit diesem Sommer für den Zweitligisten HG Saarlouis spielt. Seinen nächsten Einsatz bestreitet der 23-Jährige am kommenden Samstag, wenn die HGS in der Stadtgartenhalle gegen den TV Korschenbroich in die Saison startet (Anwurf: 19.30 Uhr).

Ingars Dude ist Kreisläufer. Auch wenn er bei seinem letzten Club, dem insolventen Zweitliga-Absteiger SV Anhalt Bernburg, zwangsweise als Rechtsaußen eingesetzt wurde. In Saarlouis wird er den nach Essen gewechselten Andre Kropp am Kreis ersetzen. Angesichts dessen starker letzter Saison eine schwere Bürde für den Neuzugang: „Ich habe gehört, dass Kropp ein guter Spieler ist. Ich hoffe, ich kann ihn ersetzen“, sagt Dude, der dem Spiel der HGS seine ganz persönliche Note verleihen will: „Ich will mich ständig verbessern und arbeite hart daran.“

Wer den Letten über Handball reden hört, merkt: Er nimmt seinen Beruf sehr ernst. Und hat ehrgeizige Ziele: „Ich will in der Nationalmannschaft unbedingt die Nummer eins am Kreis werden und mit der HGS in die neue 2. Liga aufsteigen.“ Um diese Ziele zu erreichen, wechselte der 23-Jährige von Bernburg an die Saar. Über seinen polnischen Manager kam der Kontakt zu HGS-Trainer Andre Gulbicki zustande: „Ich wollte in eine bessere Mannschaft, und das habe ich geschafft. Hier passt alles gut zusammen. Und ich fühle mich hier sehr wohl“, erzählt Dude, der sich vorab über Saarlouis informiert hatte: „Mir wurde von der tollen Atmosphäre in der Stadtgartenhalle erzählt und auf DVD’s, die ich mir besorgt hatte, konnte ich mich selbst davon überzeugen.“ Nervös sei er irgendwie immer vor einem Spiel, egal wie viele Zuschauer in einer Halle warten. Aber „sobald man auf das Spielfeld kommt, ist das alles vergessen“.

Vor seiner Zeit in Bernburg spielte Dude für den besten Handball-Verein seines Heimatlandes Lettland, den ASK Riga. „In Lettland ist Handball nicht so populär“, sagt der aus der Kleinstadt Kuldiga stammende Sportler. „Ich bekam damals ein gutes Angebot von einem Sportgymnasium und habe mich dann für diese Laufbahn entschieden.“ Demnach hätte sich der sportliche Weg des 1,93-Meter-Hünen durchaus auch anders gestalten können. Früher spielte er fast alles, auch Volleyball, Fußball und Basketball. Am liebsten fahre er Fahrrad, aber „hier in Deutschland habe ich noch keins. Vielleicht besorge ich mir endlich eines in Saarlouis.“

Mit 13 Jahren entschied sich der Lette dann für Handball. Und auch nach seiner aktiven Laufbahn will er diesem Sport treu bleiben: „Ich kann mir vorstellen, später mal als Trainer oder Physiotherapeut zu arbeiten. Ich habe in Lettland zwar vier Jahre lang Wirtschaft studiert und das Studium auch abgeschlossen, aber einen Arbeitsplatz am Schreibtisch wäre nichts für mich“, erklärt der Rechtshänder. Bevor es soweit ist, spielt er mindestens ein Jahr lang bei der HG Saarlouis. Ob er seinen bis 2011 laufenden Vertrag auch verlängert würde, wenn die HGS sich nicht für die eingleisige 2. Liga qualifizierte, lässt Dude offen. Er konzentriert sich vorerst lieber auf seine Aufgaben innerhalb der Mannschaft. Und zu diesen zählt er auch das Weitergeben seiner Erfahrung an jüngere Spieler. Und das nicht aus der Sicht eines Oberlehrers, sondern – gemäß seines Nachnamens – als Kumpeltyp.

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