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Nicholas Burgard wird große Zukunft vorhergesagt

Saarbrücken. "Ich war immer der Längste - schon im Kindergarten und in der ersten Klasse war ich oft 30 Zentimeter größer als andere. Ich kenne es gar nicht anders." Nicholas Burgard ist 16 Jahre alt und misst bereits 2,05 Meter. Er zählt zu den größten Basketballtalenten in Deutschland. Mit seiner Spielweise und seiner Größe sagen ihm Experten eine große Zukunft voraus. "In meinen Augen kann er es ganz klar in die Bundesliga schaffen", schätzt beispielsweise Gunter Gärtner vom Basketball-Regionalligisten ATSV Saarbrücken die Chancen seines neuen Spielers auf eine Profikarriere ein.

"Es ist ein Traum von mir, irgendwann einmal in der Bundesliga zu spielen. Und darauf arbeite ich auch hin", gibt das zielstrebige Talent an. Basketball nimmt im Leben des Nicholas Burgard einen großen Stellenwert ein. Neben dem Spiel im ATSV spielt Burgard auch in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) für den TBB Trier. "Im Vergleich zum Training im Verein ist das Training in Trier ganz anders. Zum einen spiele ich mit vielen jungen Spielern, die in der Entwicklung genauso weit sind wie ich. Zum anderen wird noch sehr viel auf Techniktraining Wert gelegt. Das finde ich sehr wichtig, weil ich mich ja weiter entwickeln möchte", sagt Burgard, der auch schon in die U16 Nationalmannschaft berufen wurde.

Auf ein professionelles Basketball-Internat möchte Burgard allerdings nicht wechseln. "Ich möchte im Saarland bei meiner Familie und Freunden bleiben. Ich glaube, man kann es auch ohne Internat schaffen", sagt der 16-Jährige und erzählt von seiner Anfangszeit. Schon im Alter von fünf Jahren begann er bei seinem Heimatverein, den Schaffhausener 96ers, mit Basketball. "Mein Vater spielte jahrelang Basketball. Er hat mich einmal mitgenommen, und seitdem bin ich vom Basketball nicht mehr zu trennen", erzählt Burgard.

Gut im Team des ATSV aufgenommen

Acht Jahre lang spielte Nicholas in Schaffhausen, bevor er nach Saarlouis wechselte. Hier spielte er in den Nachwuchsteams der Altersklassen U16 und U18 und schaffte auch den Sprung in die erste Mannschaft von Saarlouis. In der 1. Regionalliga kam er allerdings unter Trainer Chris Cummings kaum zum Einsatz. Nur zwei Einsätze hatte er in dieser Saison. "Es ist einfach so, dass ich auf der Bank nichts lerne. Da kann ich auch auf der Tribüne sitzen. Für mich ist es wichtig, dass ich mich weiterentwickele und Spielpraxis sammele", erläutert Nicholas seine Wechselgründe zum ATSV.

Dass er jetzt mit dem ATSV Saarbrücken eine Liga darunter in der 2. Regionalliga Südwest-Nord spielt, wo auch die Baskets 98 Völklingen spielen, ist für den 16-Jährigen kein Problem. "Man merkt schon den Unterschied, in der 1. Regionalliga geht es noch ein bisschen mehr zur Sache. Aber trotzdem ist das Niveau in der 2. Regionalliga schon sehr hoch, und es gibt viele gute Spieler", vergleicht Burgard.

Während er in Trier auf der Centerposition spielt, kommt er in Saarbrücken auf seiner Lieblingsposition als Flügelspieler zum Einsatz. "Das macht mir mehr Spaß, da ich auch gerne von Dreipunktelinie werfe", sagt Burgard. Im Team des ATSV wurde er schon gut aufgenommen. "Das sind schon coole Jungs, die auch viel Erfahrung haben. Mit Ihnen kann ich viel lernen und es ist eine gute Stimmung im Team. Ich freue mich auf jeden Fall auf den Rest der Saison", sagt Burgard.

Da er im Training umgeknickt ist und sich den Fuß verstaucht hat, muss Nicholas allerdings erst mal zuschauen. "Der Arzt sagt, dass es nichts Schlimmes ist. Wenn alles glatt läuft, kann ich nächste Woche das erste Spiel für den ATSV machen." In seinem neuen Team, in dem er übrigens nicht der Längste ist wie sonst immer. Denn Steffen Behrens ist mit 2,09 Meter etwas länger.

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