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Nico Zimmermann verlässt den FCS

Nach Manuel Zeitz und Marcus Mann hat nun auch Nico Zimmermann seinen Abschied vom 1. FC Saarbrücken angekündigt. Der Leistungsträger wechselt zu Eintracht Braunschweig und sucht dort seine Chance in der 2. Liga.

Nach Manuel Zeitz und Marcus Mann hat nun auch Nico Zimmermann seinen Abschied vom 1. FC Saarbrücken angekündigt. Der Leistungsträger wechselt zu Eintracht Braunschweig und sucht dort seine Chance in der 2. Liga.

Saarbrücken. Gestern um 9.47 Uhr wurde aus Kaffeesatzlesen in der Gerüchteküche Wahrheit. In einer Pressemitteilung teilte Fußball-Drittligist 1. FC Saarbrücken mit, dass der Verein in Zukunft ohne Spielmacher Nico Zimmermann planen muss. Der geborene Zweibrücker wird in den beiden nächsten Spielzeiten beim Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig seine Chance suchen. „Ich sehe mich mittlerweile als Saarbrücker Junge. Darum fiel die Entscheidung schwer. Aber Braunschweig wollte mich unbedingt. Es ist ein Verein mit Tradition und vielen Fans, darauf freue ich mich sehr“, sagte Zimmermann, dessen Vertrag beim FCS ausläuft und der in dieser Saison bei 35 Einsätzen acht Tore erzielte: „Ich bin 25 Jahre alt und muss diesen Schritt jetzt wagen, sonst hätte ich mir später Vorwürfe gemacht.“

„Zimbo“ spielte seit der B-Jugend für die Blau-Schwarzen, wechselte zwischenzeitlich für zweieinhalb Jahre zur SV Elversberg. Vor zwei Jahren kehrte er zurück. Nach der Meisterschaft in der Regionalliga erlebte Zimmermann beim FCS in dieser Saison eine durchwachsene Vorrunde, oft auf der linken Außenbahn. Seit der Winterpause ist er – trotz andauernder Probleme mit einer Schambeinentzündung – einer der überragenden Spielmacher der 3. Liga. „Ich durfte mehr zentral spielen“, nennt Zimmermann den Grund für die Entwicklung, „da hat man als Offensivspieler einfach mehr Möglichkeiten, das Spiel zu bestimmen“.

Der im FCS-Umfeld schon als Zimmermann-Nachfolger gehandelte Alban Meha vom Regionalligisten Eintracht Trier wechselt zum Zweitligisten SC Paderborn, unterschrieb gestern einen Zweijahresvertrag. Meha sagte auf SZ-Anfrage, „Saarbrücken wäre sicher ein Thema gewesen. Aber ich habe von deren Interesse nur aus den Medien erfahren, einen direkten Kontakt gab es nicht“.

Und so muss sich die sportliche Leitung des FCS weiter umsehen. „Meha war nicht der einzige auf unserer Liste“, sagte FCS-Trainer Jürgen Luginger, „wir haben uns auch einige andere Spieler angeschaut, mit manchen hat es erste Gespräche gegeben. Es ist noch zu früh, mehr zu sagen. Aber wir liegen gut in der Zeit.“

Am Mittwoch um 18.30 Uhr geht es in Dillingen für den FCS mit Zimmermann gegen den Saarlandligisten SV Mettlach um den Saarlandpokal. „Mit halber Kraft wird das aber nicht gehen“, warnt Luginger, „es gilt, sich noch einmal zu konzentrieren. Das werden wir hinbekommen“. Hinbekommen hat Marc Lerandy mittlerweile die Unterschrift unter seine Vertragsverlängerung (bis 2012). Darüber hinaus haben die Nachwuchsspieler Abdul Kizmaz, Johannes Wurtz und Yannick Bach Verträge für die 3. Liga unterzeichnet.

Meinung
Immer schön locker bleiben
Von SZ-Redakteur Michael Kipp


Immer schön locker bleiben. Das sollten sich die Fans des 1.?FC Saarbrücken derzeit auf ihre Trikots, Fahnen, Unterarme oder sonst wo hinschreiben. Zugegeben, Lockerbleiben fällt schwer. Zumal die Anhänger derzeit hilflos zusehen müssen, wie ihre Mannschaft zerbröselt wie Butterkekse unter Druck. Acht Abgänge hat der FCS bisher zu verzeichnen, darunter mit Mann, Zimmermann und Zeitz die Eckpfeiler der Truppe. Und da sollen die Fans locker bleiben? Zumal noch kein namhafter Neuzugang feststeht?

Ja, das sollen sie. Nicht nur, weil außer Wehen noch kein Drittligist einen Neuzugang zu verzeichnen hat. Nein, sie müssen einfach Vertrauen haben, dass Ferner und Co. es wieder schaffen, eine mehr als konkurrenzfähige Mannschaft mit wenigen Mitteln zusammenzustellen. Das wird ihnen wieder gelingen, wenn sie bis Ende der Wechselfrist im August die Ruhe haben wie in den Jahren zuvor auch. Sie werden wieder erfolgreich Spieler formen und mit Hilfe der Fans und etwas Glück wird es ihnen erneut gelingen, die Klasse zu halten, um danach wieder die besten Jungs nicht halten zu können. Dafür können sie aber nichts, dass die wegwollen, die höher spielen können. Das Streben nach Höherem ist einfach menschlich. Selbst höher spielen, kann der FCS nur, wenn der Verein eine professionelle Infrastruktur hat. Das neue Stadion muss kommen, denn nur so kommen neue Sponsoren und damit mehr Möglichkeiten. Daran sollten die Fans und der Verein weiter gemeinsam arbeiten. Da dürfen sie einfach nicht locker lassen.
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