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„Nie mehr Oberliga“

Waldalgesheim. Rund 1000 mitgereiste Fans des 1. FC Saarbrücken sangen schon zehn Minuten vor Schluss: „Nie mehr Oberliga.“ Nach dem 4:0 (1:0)-Erfolg des Tabellenführers der Fußball-Oberliga Südwest bei Alemannia Waldalgesheim und der gleichzeitigen 1:2-Niederlage des FC Homburg in Köllerbach können in Saarbrücken wohl endgültig die Planungen für die Regionalliga beginnen. Der Vorsprung ist (bei zwei mehr ausgetragenen Spielen) auf 15 Punkte angewachsen. „Wichtig ist, dass wir die richtige Antwort auf das Wirges-Spiel gegeben haben“, meinte Lukas Kohler nach der Partie, „wir wussten es selbst – und auch unser Trainer Dieter Ferner hat klare Worte gefunden.“

Die klingelten dem ein oder anderen Spieler wohl noch im Ohr, als nach 45 Sekunden plötzlich Waldalgesheims Jonas Erbach mutterseelenallein vorm Saarbrücker Tor auftauchte, aber über das Gehäuse schoss. „Wenn der drin ist, wird es ganz schwer“, gestand Kohler, der auf der linken Seite ein gutes Spiel machte. Wie in der Folgezeit auch der FCS, der die Hausherren im eigenen Strafraum einschnürte, Chancen im Zwei-Minuten-Takt erspielte und in der 17. Minute traf. Sammer Mozain hatte über links zwei Gegner stehen lassen und auf Nico Weißmann abgelegt. Der Regisseur hatte ein Auge für den noch besser postierten Nazif Hajdarovic. Bei seinem 17. Saisontor ließ der Stürmer dem besten Alemannen, Torwart Niko Scholtes, keine Abwehrchance. „Unser Spiel war geprägt von Angst“, gestand SVW-Trainer Uwe Hartenberger, „dazu hat sicher auch die Kulisse ein Stück beigetragen.“

1309 Zuschauer sahen in der 55. Minute dann die Auswechslung des glücklosen Gregory Strohmann. Für ihn kam Metin Caner und mit ihm die Umstellung vom 4-3-3 aufs 4-4-2-System. „Das haben wir ja schon öfters gemacht, wenn wir führten“, spielte Trainer Dieter Ferner den taktischen Schachzug herunter, doch führte er zumindest am Samstag zu noch größerer Dominanz und weiteren Toren. Manuel Zeitz erkämpfte den Ball an der Mittellinie, über Weißmann kam das Spielgerät zu Mozain und der erhöhte aus zwölf Metern auf 2:0 (62.). Das 3:0 besorgte Lukas Kohler. Sein Schuss aus 22 Metern prallte vom Pfosten auf den Rücken von Torwart Scholtes und trudelte von dort ins Tor (73.). Nach einer Flanke von Pietro Berrafato köpfte Hajdarovic aufs Tor, der eingewechselte Philipp Wollscheid drückte den Ball mit der Brust über die Linie (83.).

„Da musst du als Stürmer stehen“, witzelte der lange Verteidiger, „wenn ich nicht drangehe, geht der Ball vorbei.“ Saarbrücken genügte eine ordentliche Leistung, um den Abstand auf die „Verfolger“ weiter auszubauen. Ein Vorsprung, der die Rückfahrt aus den Weinbergen ins Saarland noch angenehmer machte. „Wir haben die richtige Antwort auf das Spiel gegen Wirges gegeben.“  Patric Cordier  
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