A1 Trier Richtung Saarbrücken Zwischen AS Saarbrücken-Hubert-Müller-Straße und Kreisverkehr Kreisel-Ludwigsberg mehrfach kurzfristige Sperrungen, Gefahr durch Ölspur, Verkehrsbehinderung durch Aufräumarbeiten, obligatorische Umleitung eingerichtet, die Situation dauert voraussichtlich noch mindestens eine Stunde an (19:01)

A1

Priorität: Sehr dringend

19°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
19°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Nie ohne Handy? Das sagen die Saarländer...

Kreis Saarlouis. Ob Philipp Reis das geahnt hätte? 150 Jahre nachdem der deutsche Physiker das erste Telefon vorgestellt hatte, tragen wir dessen kleinen, praktischen Nachfolger ständig mit uns herum.

Wenn Salvator Vonos Handy klingelt, ist er sofort am Apparat. „Könnte ja einer meiner Freunde sein!“, sagt er. Der 21- Jährige aus Hülzweiler ist immer erreichbar, per E-Mail, SMS und telefonisch.

Jederzeit greifbar

Das wäre nichts für Gerhard Hiry aus Roden. Der 70-Jährige ist nicht gerne jederzeit greifbar. Sein Handy nimmt er auch nicht mit in den Urlaub. Trotzdem weiß er: Es hat Vorteile. Es kann im Notfall Leben retten. „Und wenn mich meine Frau beim Einkaufen anruft und mir sagt, was ich noch alles mitbringen soll, muss ich danach nicht noch mal los“, sagt Hiry.

Marion Holtei braucht ihr mobiles Telefon beruflich. Zwar kann sich die 53-Jährige auch noch gut an die Zeit ohne Handys erinnern. Aber mit ist es eben doch einfacher. „Ich müsste sonst meinen Tag ganz anders strukturieren“, sagt sie. Mit Handy kann sie das Büro auch mal für einige Stunden verlassen. Auch Regine Guß, 52, verwendet ihr Handy für die Arbeit. „Ohne könnte ich es mir gar nicht mehr vorstellen“, sagt die Dillingerin.

Erich Haupenthal dagegen benutzt sein Handy so selten, dass er es oft sogar zu Hause vergisst. Und seine Frau Irmgard nutzt ihres oft mehrere Tage gar nicht. „Ich habe es eigentlich nur, um mit den Kindern und Enkeln zu telefonieren“, sagt die 65-Jährige aus Düppenweiler. „Und für Notfälle.“

Nadine Roser aus Schwalbach schreibt mit ihrem Handy SMS, telefoniert und sieht nach, was es Neues auf Facebook gibt. Ohne ihr Handy? „Würde ich sterben!“, sagt die 16-Jährige und zieht die Augenbrauen hoch. Auch Ariane Spieß-Länder will nicht mehr verzichten. „Ohne Handy fühle ich mich so abgekapselt von der Welt“, sagt die 17-Jährige. „Ich halte es ständig in der Hand!“

„Ein Handy brauche ich nicht.“

Jacqueline Ewald, 16, aus Ensdorf sagt: „Wenn ich mein Handy nicht in der Hosentasche spüre, ist das ein komisches Gefühl.“ Und auch Thomas Raber und Edith Jungmann laufen mit dem Telefon am Ohr durch die Stadt. Heinz Müller, 56, sagt: „Ein Handy brauche ich nicht.“ Viel zu stressig, immer erreichbar zu sein, findet er. Seine Frau Marion hat ihr Telefon „nur für den Notfall“ immer mit dabei.

Heinz Rupp, 67, aus Wallerfangen hat ein Handy, weil sich das so gehört im 21. Jahrhundert – benutzt es aber kaum. Genauso Marlies Schneider, 73. Sie hat ihres von ihrem Sohn geschenkt bekommen. Dabei hat sie es trotzdem jeden Tag, „falls mal was passiert.“

Kevin Jakob surft mit seinem Smartphone im Netz, schreibt SMS und E-Mails und telefoniert viel. „Mein Handy klingelt eigentlich ständig!“, sagt der 21- Jährige. Rainer Schmid, 56, aus Homburg hat ein Handy „weil’s praktisch ist – und außerdem ein schönes Spielzeug“. Aber er hat es in der Tasche verstaut und den Reißverschluss zugezogen. „Ich schaue nicht alle fünf Minuten aufs Display!“ Würde er sein Telefon verlieren, ginge die Welt für ihn nicht unter. „Dann würde ich eben wieder die nächste Telefonzelle suchen“, sagt er, zuckt mit den Schultern, „so wie früher auch.“

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein