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Noch keine Hinweise auf die Grabschänder von Wadern und Noswendel: Polizei geht von mindestens zwei Tätern aus

 In Wadern und Noswendel waren Grabschänder am Werk.

In Wadern und Noswendel waren Grabschänder am Werk.

Bisher gibt es noch keine Hinweise, wer in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag die schweren Schäden auf den Friedhöfen Wadern und Noswendel angerichtet hat. Es hätten sich noch keine Zeugen gemeldet, so ein Sprecher der Polizei Merzig gegenüber der SZ. Die Ermittlungen liefen in alle Richtungen. Wegen der Schwere der Verwüstungen geht die Polizei von mindestens zwei Tätern aus.

Unbekannte hatten insgesamt rund 150 Gräber auf den beiden Friedhöfen geschändet, dabei machten sie vor nichts Halt: Grabsteine wurden umgeworfen, Grableuchten zertreten, eine große Engelsfigur vom Sockel gestoßen, Holzkreuze aus dem Boden gerissen und anschließend entweder angezündet oder umgekehrt in die Gräber gerammt. Dies könnte ein Zeichen für ein antichristliches Motiv sein, Hinweise darauf gebe es aber nicht, so die Polizei . Ausschließen will sie aber nichts. 2007 war schon einmal der Friedhof Wedern verwüstet worden. Die Schäden von Mittwochnacht schätzt die Polizei auf etwa 2000 bis 4000 Euro.

„Eine ganz andere Sache ist der ideelle Schaden“, sagte Waderns Bürgermeister Jochen Kuttler zur SZ. Der sei für die Angehörigen viel schwerer zu tragen. Den Vandalismus nannte Kuttler eine „Unverschämtheit sondergleichen“, es sei „geschmacklos hoch drei“. Christiane Blatt , kirchenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion , ließ mitteilen: „Das ist eine entsetzliche Störung der Totenruhe.“ Sie frage sich: „Wer macht so etwas? Warum die Gewalt?“ Um das beantworten zu können, hofft die Polizei weiterhin auf Mithilfe der Bevölkerung.

Die beiden Friedhöfe seien derweil wieder einigermaßen hergerichtet, so Kuttler. Sie sind mittlerweile auch wieder für Besucher geöffnet. Die Friedhöfe waren zwischenzeitlich geschlossen, um den Angehörigen den Anblick zu ersparen.

Hinweise an die Polizei Merzig, Tel.( 068 61) 70 40.
 
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