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Noch mehr "Falsche Enkel" im Saarland aktiv

Saarbrücken. Gestern (Mittwoch, 26.10.11) kam es im Landkreis Saarlouis erneut zu vier Betrugsversuchen mit dem so genannten "Enkeltrick". Bei einer 73-jährigen Frau meldete sich telefonisch eine angebliche Nichte und bat um Übergabe von 12.000 Euro zur Tätigung von „Geschäften“. Bei den anderen Seniorinnen sprach zuerst die männliche Stimme. An diesem Tag kam es jedoch in keinem Fall zu einer Geldübergabe.

Die Anrufe erfolgten an beiden Tagen in der Zeit zwischen 10:00 und 16:00 Uhr. Nach Erkenntnissen der Ermittler dürfte es sich um professionelle Täter aus dem osteuropäischen Raum handeln, die überregional agieren. Es steht zu befürchten, dass diese Kriminellen weitere Opfer auch in anderen Landkreisen innerhalb des Saarlandes ins Visier nehmen.



Bereits zu Beginn dieser Woche wurden mehrere ältere Damen angegangen, wie die Polizei vermutet von den selben Tätern. In Saarlouis meldete sich am vergangenen Montag (24.10.2011) ein männlicher Anrufer bei insgesamt vier Seniorinnen als angeblicher Enkel. Unter einem Vorwand - beispielsweise behauptete der Anrufer, eine Eigentumswohnung kaufen zu wollen - setzte er die Frauen unter Druck, ihm kurzfristig Geld zu leihen. Die höchste Forderung betrug dabei 25.000 Euro. Es wurde auch nach wertvollem Schmuck gefragt.

Allein in einem Fall kam es tatsächlich zur Aushändigung von Bargeld in Höhe von 10.000 Euro durch die 84-jährige Geschädigte. Wie die Polizei berichtet war die alte Dame der festen Überzeugung, ihren Enkel am Telefon erkannt zu haben. Die Geldscheine wurden von einer jungen Frau an der Wohnung des Opfers abgeholt. Der vermeintliche Enkel hatte diese zuvor telefonisch als „Rechtsanwältin“ angekündigt, die in seinem Auftrag handele. Die Botin sei zwischen 25 und 30 Jahren alt und etwa 1,50 m groß gewesen, mit schwarzen, langen Haaren und gebräunter Haut.




Deshalb warnt die Polizei ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger und deren Angehörige vor dieser aktuellen Betrugsmasche: Betroffene sollten unmittelbar Familienangehörige oder die Polizei über zweifelhafte Anrufe informieren, in denen die Übergabe von Bargeld von ihnen verlangt wird. Hinweise über weitere Betrugsmachen und Sicherheitstipps speziell für Seniorinnen und Senioren gibt es im Internet unter www.polizei-beratung.de.
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