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Nohner Prinzenpaar fährt zu Angela Merkel

Nohn. Wie aus Lyoner, Frohsinn, Narrenland, Saarland und Rosenmontag einen flotten Reim schmieden? Die Hoheiten aus Nohn hatten das gewünschte Verslein schnell parat – inklusive ihres Schlachtrufs „Fös geckig“. Ob es ihre sympathische Art war, mit der sie die Juroren beim Prinzenfrühstück in Lebach im Sturm eroberten, ob sie mit ihrem Allgemeinwissen punkteten oder mit ihrem souveränen Auftreten – darüber vermag das muntere Duo nur zu spekulieren.

„Zum vierten Mal waren wir beim Prinzenfrühstück dabei"

Auf jeden Fall sicher ist Margret Michel und Jörg Hupperich die Krone – als Prinzenpaar des Jahres. Bis kommenden Januar werden die 24-jährige Kauffrau für Versicherungen und Finanzen aus Nohn und der 29-jährige Fliesenleger aus Tünsdorf das Saarland vertreten. Auf diese Auszeichnung durch den Verband Saarländischer Karnevalisten sind nicht nur die beiden quirligen Tollitäten stolz, sondern alle Rutzebuhnen.

Geheimwaffe Jörg „Zum vierten Mal waren wir beim Prinzenfrühstück dabei und haben in diesem Jahr den Titel geholt“, gerät NCV-Chef Sascha Maas ins Schwärmen. So ist es für den „obersten Rutzebuhn“ selbstverständlich, dass er seine Narrenkappe mit der eines Chauffeurs vertauscht, wenn Termine außerhalb von Nohn anstehen. Ob an diesem Samstag bei der Regionalkappensitzung in Weiskirchen, bei der Jubiläums-Veranstaltung der Burbacher Narren, und, und, und: Als Prinzenpaar des Jahres sind die aparte Margret und ihr lustiger Prinz gefragt. Sich da selbst ans Steuer zu setzen – unmöglich. „Da ist es schon gut, sich auf einen treuen Freund verlassen zu können“, kommentieren die Nohnerin und der Tünsdorfer.

Bloß keine Routine einreißen lassen

Und noch eines haben sie sich vorgenommen: „Gas geben“ – ob in Nohn oder in anderen närrischen Hochburgen. Ihr Reden, da leisten sie ihren königlichen Eid, wollen sie auf die jeweilige Veranstaltung abheben – bloß keine Routine einreißen lassen. „Wir haben mächtig unter Strom gestanden“, verraten die beiden erfrischenden Tollitäten ihre Anspannung beim spannenden Wettbewerb in der Lebacher Stadthalle. Neuland betritt die hübsche Brünette mit ihrer Krönung nicht – als Kinderprinzessin wagte sich die mittlerweile 24-Jährige 1992 schon einmal unter die närrischen Monarchen. Überhaupt ist die fünfte Jahreszeit ihr Ding. So verriet sie bereits im zarten Alter von fünf Jahren dem staunenden Narrenvolk: „Mein Klepper, die steht niemals still, un’ uff die Fösend bin ich will.“ Ob Blau-Weiß oder Rot-Weiß: Als Gardemädchen durchtanzte sie alle Vereinsfarben und trainierte ihre Kolleginnen. An und für sich hatte sie geplant, mit der Regentschaft noch ein bisschen zu warten. „Ich wollte in der Session Prinzessin werden, wenn mein Sohn Ben Kinderprinz wird.“ Doch dann kam Jörg – „unsere Geheimwaffe“, wie Maas sagt.

Königlicher Wein Seit ein paar Jahren mischt der Tünsdorfer mit dem fetzigen Haarschnitt in der Nohner Fastnacht mit. Längst Kult: seine Auftritte als Roger Cicero und als Frontmann der Boygroup Take That. „Seit der Zeit wird er gerne Robbie Williams genannt“, schmunzelt Margret Michel. „Solche Dinge machen mir Spaß“, kontert er und gesteht: „In meiner Regierungszeit mache ich rund. Im September werde ich 30.“

Am 21. und 22. Februar geht’s nach Berlin

Bis dahin werden Prinz und Prinzessin mit ihrer natürlichen und sympathischen Art so manche Herzen im Sturm erobern. Zwei Termine haben sie ganz fett angekreuzt: den 21. und 22. Februar. Dann geht’s nach Berlin: Montags steht ein Empfang in der Saarland-Vertretung an, dienstags ein Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. „Wir versuchen, an die Limousine, mit der wir bei der Regierungschefin vorfahren, das Nohner Wappen anzubringen.“ Typisches aus dem Saarland haben beide für „Angie“ auch im Gepäck – unter anderem einen edlen Tropfen von der Obermosel. „Im Weingut Karl Petgen in Nennig ist man dabei, Rotling und Grauburgunder in Flaschen abzufüllen, die unser Konterfei tragen“, verrät Jörg. Derweil weiß die Prinzessin ihren knuffigen Filius wohl behütet – bei Opa Manfred und Oma Beatrix. Der junge Mann, vier Jahre alt, wünscht sich nur eines: „Mama, ich wäre so gerne Dein Prinz.

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