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Nolly ist von Deutschland sehr angetan: Die afrikanische Tänzerin kommt mit der Show "Mother Africa" nach Merzig

Artistik wird beim afrikanischen Zirkus groß geschrieben.

Artistik wird beim afrikanischen Zirkus groß geschrieben.

In Hamburg leben Tausende Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak oder aus Afrika. Die afrikanische Tänzerin und Choreographin Noluyanda Mqulwana lebt und arbeitet auch in Hamburg und sieht die vielen Flüchtlinge mit eigenen Augen. Sie ist von der Willkommenskultur in der Hansestadt angetan.

Die 29-Jährige gab bis vor kurzem Tanz-Workshops an der Stage School und begleitet nun als Choreographin die Show „Mother Africa“ durch die Republik. Die Show zeigt das pralle Lebensgefühl und die kulturelle Vielfalt Afrikas. Die Tournee startete am zweiten Weihnachtsfeiertag in Rostock; danach folgen bis zum 14. Februar rund 38 Städte in Deutschland sowie weitere in Österreich, Dänemark, Frankreich und Italien, bevor die Show erneut in den USA gastieren wird. Merzig ist am Donnerstag, 11. Februar, eine der Stationen.

Nolly, wie sie genannt wird, hat durch ihr langjähriges Engagement zahlreiche Künstler aus verschiedenen afrikanischen Nationen kennengelernt und weiß viel über deren Sorgen, Nöte und Hoffnungen. Die Gemeinschaft von etwa vierzig Künstlern aus sieben afrikanischen Nationen ist ein guter Beleg für ein harmonisches Miteinander – ungeachtet aller ethnischen oder religiösen Unterschiede, meint sie.

Nolly stammt aus dem südafrikanischen Township Khayelitsha, das etwa 30 Kilometer von Kapstadt entfernt liegt und wo über zwei Millionen Menschen auf engstem Raum und noch immer größtenteils in selbstgebauten Hütten aus Blech, Holz oder Pappe leben. „Unser Stück ‚Mother Africa' ist die Geschichte dieses Townships, wo ich herkomme. ‚Khayelitsha' bedeutet ‚Meine Heimat '. Dort bin ich geboren, aufgewachsen – und dort lebe ich. Es hat sich in den letzten Jahren dort sehr verändert, viele Häuser sind abgebrannt und viele Menschen mussten von dort fliehen. Das wird auch in unserem Stück thematisiert, aber natürlich geht es vor allen Dingen um unsere Traditionen“, sagt sie im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.
 

Flucht vor Dürre und Armut

Den einzigen Ausweg für ein geordnetes Leben sehen viele Menschen derzeit in Europa, und vor allem in Deutschland. Das beschäftigt Nolly sichtlich: „Jetzt kommen so viele Flüchtlinge nach Deutschland, auch aus Afrika. Sie fliehen vor den Lebensbedingungen dort: Dürre, Nahrungs- und Wassermangel, Armut , Krieg. Es werden sicher noch mehr Menschen von dort fliehen müssen.“

„Umso mehr bin ich beeindruckt von dem großen Willkommen hier in Deutschland, wo man diesen Menschen mit viel Wärme begegnet“, sagt sie. „Es zeigt sich, dass es völlig egal ist, woher ein Mensch kommt oder welche Hautfarbe er hat.“ Und sie fügt mit Nachdruck hinzu: „Es werden sicher nicht alle ein Visum oder einen Aufenthalt auf Dauer bekommen können. Einige müssen ganz sicher zurück, weil sie sich nicht integrieren können oder wollen. Aber ich bin sicher, dass die meisten Flüchtlinge hier arbeiten oder studieren möchten. Und ich bin sicher, dass man hier das alles gut in den Griff bekommen wird.“

Hamburg ist für sie mittlerweile zur zweiten Heimat geworden: „Ich fühle mich hier in Deutschland sehr willkommen - und auch sehr sicher. Ich bin nun schon seit drei Jahren regelmäßig in Hamburg, und so lange bin ich noch nie in einem anderen Land oder in einer anderen Stadt gewesen. Ich mag es hier sehr: Die Leute sind sehr freundlich, und auch mit der Verwaltung komme ich ganz gut klar. Dafür bin ich sehr dankbar.“

Karten gibt's im Vorverkauf ab 44,50 Euro (Kinder bis 14 Jahre sind ermäßigt) in allen bekannten Vorverkaufsstellen und unter Telefon (0651) 9 79 07 70.



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