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Nonnweiler: Polizei verbietet Nacktwanderung

Die vierte Nacktwanderung im Saarland seit 2009, die durch den Naturpark Saar-Hunswück führen sollte, ist jetzt von der Nonnweiler Ortspolizei untersagt worden. In einer polizeilichen Verfügung, die der SZ vorliegt, teilt Gemeindeamtsrat Bernd Scherer dem Wanderleiter mit, dass er sich aufs Saar-Polizeigesetz berufe. „Das nackte Umhergehen in der Öffentlichkeit stellt eine grob anstößige Handlung dar, die von einem großen Teil der Bevölkerung als unsittlich angesehen wird. Personen, die den Nacktwanderern zufällig begegnen, können sich belästigt fühlen“, so Scherer. Besonders Eltern, die mit ihren Kindern den Wanderern zufällig begegneten, befürchteten möglicherweise „eine sittliche Gefährdung für ihre Kinder“. Bei Zuwiderhandlung müsse jeder Nacktwanderer mit einem Bußgeld von bis zu 1000 Euro rechnen, so Scherer.

Wanderleiter Horst John, ein 59-jähriger Tischler, zeigte sich gegenüber der SZ „entsetzt“ über das Vorgehen der Nonnweiler Ortspolizei. Es sei jetzt die vierte Nacktwanderung im Saarland seit 2009, die er führe, und bisher habe sich niemand daran gestoßen. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, die „Zeit“, der WDR und der SWR hätten bereits ohne erhobenen Zeigefinger über verschiedene Nacktwanderungen in Deutschland berichtet. Auch Touristiker hätten sich bereits wohlwollend zu der neuartigen Wanderbewegung eingelassen.

Dennoch werde er es nicht auf eine Konfrontation ankommen lassen, sagte John. Er selbst hätte zwar die Wanderung trotz des Verbots durchgeführt. Doch aus Rücksicht auf die etwa 30 angemeldeten Teilnehmer, denen er juristische Unannehmlichkeiten ersparen wolle, habe er die Wanderung auf morgen (31.08.2013) im Bliesgau terminiert. Treffpunkt sei um 10.30 Uhr auf einem wenig frequentierten Parkplatz an einer Landstraße (näheres im Internet unter www.nacktwandern.de/saarland.html).

Der Polizeichef von Nohfelden-Türkismühle, Gernot Müller, bestätigte der Saarbrücker Zeitung gestern, dass er sich für die Wanderung angemeldet hatte. Doch er habe nicht mitwandern wollen, weder nackt noch in Uniform, so Müller. Es sei ihm nur darum gegangen herauszufinden, wer die Wanderung organisiere. dik


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