A623 Friedrichsthal Richtung Saarbrücken Zwischen AS Saarbrücken-Herrensohr und Einmündung Rodenhof Bauarbeiten, linker Fahrstreifen gesperrt, Stau zu erwarten bis 19.10.2017 05:00 Uhr (17.10.2017, 16:49)

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Nordröhre ab Dienstag wieder frei

Die Arbeiten an der Nordröhre des Pellinger Tunnels sind in der Endphase. Am Dienstag soll die Fahrbahn Richtung Luxemburg wieder für den Verkehr frei werden. Dafür wird in der Südröhre gearbeitet.

Tünsdorf. Noch einmal kurz den Schrauberzieher angesetzt - der finale Handgriff in der Notrufkabine ist getan. Vier solche Kabinen sind mit der Sanierung in der Nordröhre des Pellinger Tunnels seit April aufgebaut worden. Sie ersetzen in der rund 600 Meter langen Röhre Richtung Luxemburg die Notrufnischen. Mehr Sicherheit erwarte man dadurch, sagt Mario Kindel, Fachbereichsleiter für Verkehrstechnik beim Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) bei der Infoveranstaltung in der sanierten Nordröhre am Freitagmorgen.

Polizei, Feuerwehr, Sanitäter und Notarzt biete man die Chance, die Mittelstreifen zu überfahren und somit Unfallstellen schneller zu erreichen. Möglich machten dies demontierbare Schutzplanken. Das garantiere den Rettungskräften einen schnelleren Wechsel der Richtungsfahrbahn in einem Notfall, ergänzt Kindel. Bislang sei es den Rettungskräften nicht möglich gewesen, die Schutzplanken an den Portalen zu demontieren.

6,5 Millionen für Sicherheit

Insgesamt 6,5 Millionen Euro rechne man für die sicherheitstechnische Aufrüstung des Tunnels. Dazu zählen auch neue Fluchtweg- und Brandnotbeleuchtungen. "Auf den Fluchtweg- und Brandnotbeleuchtungen, die alle 25 Meter installiert wurden, ist auch zu lesen, wie viele Meter bis zu den Eingangsportalen zu überwinden sind", sagt Bauleiter Thomas Hary. "Dadurch wird ein Hinweis gegeben, in welche Richtung man sich im Notfall am günstigsten wende." Eine Durchsage- und Tunnelfunkanlage seien eingebaut worden, ebenso die Beleuchtungssteuerung verbessert.  Bislang seien die Energiekosten mit 8000 Euro monatlich zu Buche geschlagen, sagt Hary. Zudem seien unter anderem Tunnellüftung, Lüftungsmesstechnik sowie der Blitzschutz auf den neuesten Stand gebracht worden. Eine moderne Videoüberwachung liefere einwandfreie Bilder und an dem Fluchttunnel gebe es neuerdings Schleusentüren.

Noch bis Dienstag, 7. Juli, werde in der Nordröhre gearbeitet. Dann soll der Verkehr Richtung Luxemburg wieder fließen. Am selben Tag starten die Arbeiten in der Südröhre Richtung Merzig. Diese sollen bis Anfang September dauern. Pech für die Anwohner der L 170: Sie müssen auch diese zwei Monate mit dem Verkehr leben - dieses Mal aus Richtung Luxemburg. Dass die Nordröhre für denGegenverkehr geöffnet wird, ist für Kindel aus Sicherheitsgründen unmöglich.

Auf einen blick

Gegenverkehr im Pellinger Tunnel lehnt Mario Kindel vom Landesbetrieb für Straßenwesen kategorisch ab. Allein schon wegen des Kamineffektes im Tunnel, wie er sagt. Dieser peitsche den Rauch aus der Röhre zum Portal Richtung Luxemburg. Autofahrer, die also Richtung Merzig fahren, würden in den Rauch hineinfahren - eine Gefahr, die nicht zu unterschätzen sei. Diese Auffassung teile auch das Bundesverkehrsministerium. Um diesen Kamineffekt auszuschalten, müsste eine Tunnelbelüftung installiert werden, die zig Milionen koste. mst 
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