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Nostalgiker können sich freuen: 100 Altkennzeichen wieder genehmigt

Berlin. Mit einem solchen Ansturm hat auch das Bundesverkehrsministerium nicht gerechnet: Zwei Wochen nach Inkrafttreten der neuen Regelungen zur Wiedereinführung alter Kfz-Schilder am 1. November hat das Ministerium schon fast 100 Altkennzeichen genehmigt. Zahlreiche weitere Anträge aus den Ländern seien in der Bearbeitung, heißt es im Ressort von Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU). Für heimatverbundene Autofahrer ist es wohl das Comeback des Jahres: die Einführung ihrer alten Regional-Kennzeichen.

Das Bundesverkehrsministerium hat jetzt für zunächst sechs Bundesländer die ersten Buchstabenkombinationen festgelegt, die wieder gültig werden: Laut der unserer Zeitung vorliegenden Liste ist Sachsen Spitzenreiter mit 45 Genehmigungen, gefolgt von Thüringen mit 20 und Nordrhein-Westfalen mit elf. Für Niedersachsen wurden acht, für Rheinland-Pfalz sechs sowie für Schleswig-Holstein ein altes „Unterscheidungskennzeichen“ zugelassen. Auferstehen werden demnach zum Beispiel „CAS“ für Castrop-Rauxel, „BIN“ für Bingen am Rhein, „DUD“ für Duderstadt, „WAN“ für Wanne-Eickel oder „BIW“ für Bischofswerda. Weitere Genehmigungen sollen in den nächsten Wochen folgen, dann auch für Bundesländer (etwa das Saarland), die bisher noch nicht in der Statistik des Ministeriums auftauchen. Sind die Kennzeichen dann im Bundesanzeiger veröffentlicht, können sie anschließend von den Zulassungsstellen an die Autofahrer vergeben werden.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Berliner Verkehrsressort, Jan Mücke, sagte unserer Zeitung, es gebe eine „sehr hohe Nachfrage“. Mit der Neuregelung „können die Menschen ihrer regionalen Identität auch mit dem Nummernschild Ausdruck verleihen“, so der FDP-Politiker. Sein Haus habe dafür zusammen mit den Ländern schnell und unbürokratisch eine Lösung gefunden. Grundlage der Wiedergeburt der Provinz auf den Auto-Nummernschildern war eine Initiative des Bundesrates. Den Antrag für die erneute Zulassung alter Kennzeichen können jedoch nicht die Zulassungsbehörden, sondern nur die Länder selbst stellen. Sie entscheiden, ob sie die bisher als auslaufend eingestuften Buchstabenkombinationen wieder einführen. Dies muss dann beim Bundesverkehrsministerium beantragt werden.

Derzeit gibt es in Deutschland rund 550 gültige Kennzeichen. Dass das Interesse an den alten Schildern groß sein würde, hatte unlängst auch die Uni Heilbronn herausgefunden. 74 Prozent der befragten Autobesitzer gaben demnach an, sich bei einer Zulassung oder Ummeldung eines Fahrzeuges ein traditionelles Kennzeichen zuteilen lassen zu wollen. In manchen Regionen liegen bereits h underte Reservierungen vor. Da ein Änderungsantrag jedoch auch Kosten verursacht, je nach Zulassungsstelle um die 30 Euro, gehen Experten davon aus, dass weniger Fahrzeughalter als erwartet sich am Ende für ein Alt-Kennzeichen entscheiden werden.

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