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Notruf-Zentrale für das Saarland: Führungs- und Lagezentrum koordiniert alle Polizei-Alarmierungen

Saarbrücken. „Notruf der Polizei“ – kurz und knapp melden sich die speziell geschulten Beamten im neuen Führungs- und Lagezentrum (FLZ) der Saar-Polizei. Die Beamten wissen, dass es jetzt um Sekunden gehen kann. Der Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung hat die 110 gewählt, ist möglicherweise selbst in Not, informiert etwa über einen schweren Verkehrsunfall oder einen Überfall. 185.000 Notrufe laufen im Jahresdurchschnitt bei der Saar-Polizei auf. Pro Tag etwa 505, die durchschnittlich 329 Einsätze auslösen. Bis vor wenigen Wochen sind diese Alarmierungen dezentral in zehn Polizeiinspektionen angekommen. Ab heute Mittag werden alle Notrufe über die 110 zentral im FLZ in der Mainzer Straße in Saarbrücken bearbeitet. Ob sich also ein Anrufer aus St. Wendel, Merzig oder Homburg meldet – sein Ansprechpartner sitzt in der neuen Leitzentrale. Insgesamt elf Einsatzleittische mit jeweils vier Bildschirmen stehen in dem Lagezentrum zur Verfügung. Der Sachbearbeiter gibt die Notrufdaten sofort in den Computer ein, der prompt eine detaillierte Karte und ein Luftbild vom Ort des Geschehens präsentiert. Zudem zeigt die moderne Technik dank GPS-Ortungssystem an, welches Polizeifahrzeug am nächsten zum Unfall- oder Tatort ist. Per Kurzmitteilung geht der Einsatzauftrag direkt zu der Fahrzeugbesatzung. Gleichzeitig wird die regional zuständige Dienststelle informiert.  Koordiniert wird der Einsatz aus der Saarbrücker Zentrale, die auch eine Konferenzschaltung mit Rettungsdienst und Feuerwehr veranlassen kann.



„Das System läuft jetzt fehlerfrei und stabil“, melden Innenstaatssekretär Georg Jungmann, Wolfgang Klein, Chef der Polizeiabteilung im Ministerium und FLZ-Leiter Udo Schneider. Nach dem ursprünglichen Zeitplan nimmt die Polizeizentrale jetzt mit knapp viermonatiger Verspätung ihren Komplettbetrieb auf. Verantwortlich dafür waren technische Schwierigkeiten mit Funk und Telefon. Diese Probleme sind jetzt behoben. Die Technik funktioniert, so versichert Polizeioberrat Schneider. Jungmann rechtfertigt die längere Warteschleife: „Sicher geht vor schnell.“ Seit Ende Juni wurden im Wochenrhythmus die bislang zehn Abfragestellen aus den Polizeibezirken auf die Zentrale umgeschaltet. Heute Mittag sollen dann auch Notrufe, die bislang in der größten Polizeiinspektion Saarbrücken-St. Johann (Karcherstraße) eingingen, am FLZ-Leittisch ankommen.

63 Polizeibeamte und 15 Angestellte arbeiten rund um die Uhr in der neuen Zentrale. Dort laufen künftig auch Alarmmeldungen aus Banken und Geschäften auf. Im Ernstfall sind die passenden Objektdaten und Baupläne per Computer abrufbar. In besonderen Situationen kann im Nachbarraum eine Einsatz-Befehlsstelle sofort ihren Dienst aufnehmen.

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