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Notrufzentrale macht Lebensretter fit

In der Rettungsleitstelle des Saarlandes laufen die Notrufe ein, wenn Menschen ärztliche Hilfe brauchen. Tagsüber sind dort 13, nachts sechs Disponenten im Einsatz.ARCHIVFoto: ZRF/Alf Gross</p>

In der Rettungsleitstelle des Saarlandes laufen die Notrufe ein, wenn Menschen ärztliche Hilfe brauchen. Tagsüber sind dort 13, nachts sechs Disponenten im Einsatz.ARCHIVFoto: ZRF/Alf Gross

Die Angst kann Stephanie Groenewold nie ganz abschütteln. „Sicher sein, dass alles gut geht, kann man nie“, sagt die Assistenzärztin, die im Klinikum Saarbrücken auf der Intensivstation arbeitet. Bisher habe sie erst einen Intensivtransport mitgemacht: „Es war ein eigentlich sehr ereignisloser Transport.“

Heute sitzt sie in der Integrierten Leitstelle des Saarlandes, um mehr über solche Einsätze zu erfahren. Insgesamt nehmen 28 Personen an dem Workshop teil. Die Gruppe besteht zu zwei Dritteln aus Ärzten des Klinikums Saarbrücken und zu einem Drittel aus anderem Rettungspersonal wie Feuerwehrleuten oder Hubschrauberpiloten.

Ein Intensivtransport wird dann notwendig, wenn ein Patient dauerhaft auf eine ununterbrochene intensivmedizinische Behandlung angewiesen ist, aber trotzdem in eine andere Klinik verlegt werden muss.

Dann muss während des Transportes, meist in speziellen Fahrzeugen, zum Beispiel die spezielle Beatmung oder die Medikation weiterhin sichergestellt werden. Dazu gehören auch weltweite Transporte, zum Beispiel von Patienten , die im Urlaub erkranken oder einen Unfall haben und nach Deutschland geflogen werden müssen.

Neben der Vorgehensweise bei der Vorbereitung und während des Transports lernen die Kursteilnehmer auch die Rettungsleitstelle kennen. In der Einsatzzentrale stellt Andreas Bost vom Führungsdienst die Arbeit der Disponenten vor. Ein Disponent beantwortet Notrufe und schickt den nächstmöglichen Krankenwagen zur Rettung. Tagsüber sind die Telefone mit dauerhaft 13 Disponenten besetzt, nachts mit sechs Personen, erzählt Rainer Buchmann, der Leistellen-Chef. Alle Disponenten haben eine Fachausbildung im Rettungsdienst, ob bei der Feuerwehr oder im Krankenwagen . Auch alle nicht-polizeilichen Notrufe gehen in der Leitstelle ein. „Im Schnitt werden täglich zwischen 1200 und 1300 Fahrzeuge von uns alarmiert“, sagt Buchmann.

Dabei machen Intensivtransporte jedoch nur einen ganz geringen Anteil am Tag aus. „Das sind vielleicht zehn Stück am Tag“, sagt Buchmann. Für die Mitarbeiter seien die Intensivtransporte vor allem daher recht unkompliziert, weil sie sich im Normalfall planen lassen – im Gegensatz zu einer Notfallfahrt, sagt Bost.

In seinen fast 20 Jahren im Beruf blieb ihm allerdings ein Intensivtransport besonders in Erinnerung. Vor 17 Jahren hätten er und seine Kollegen sich um einen arabischen Scheich kümmern müssen, der mitten in der Nacht am Wochenende vom Frankfurter Flughafen nach Saarbrücken auf den Winterberg habe gefahren werden müssen. „Das war schon besonders.“ Dass ein Intensivtransport alles andere als „ereignislos“ verlaufen kann, darin sieht Groenewold sich heute erneut bestätigt.

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