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Nur 28 Jugendliche ohne Lehrstelle

Konz/Saarbrücken. Die Aussichten für Lehrstellenbewerber haben sich im Saarland weiter verbessert. Diese Bilanz zog gestern die Chefin der Regionalagentur Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit (BA), Heidrun Schulz. Der Rückgang der Schulabgänger und die hohe Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen werden dazu führen, dass sich BA, Bildungspolitik und Ausbildungsbetriebe verstärkt um solche Jugendliche kümmern müssen, die bei ihren Leistungen Nachholbedarf haben.

Positive Bilanz
Die Bilanz der Saar-Arbeitsverwaltung für das Ausbildungsjahr 2009/2010 fällt positiv aus, weil mehr Jugendliche, die eine Lehrstelle suchten, mit Hilfe der Arbeitsagentur in eine betriebliche Ausbildung vermittelt werden konnten als in den Vorjahren.

In früheren Wirtschaftskrisen hatte die schwierige Konjunktur sich auch deutlich in den Einstellungszahlen von Lehrlingen niedergeschlagen, hob Schulz hervor. Die Arbeitsagentur zieht daraus den Schluss, dass die Unternehmen ihre Lehren aus dem drohenden Facharbeitermangel bereits gezogen haben.

Das Angebot an Ausbildungsplätzen „konnte erneut im hohen Maße ausgeschöpft werden“, so die Arbeitsverwaltung. Insgesamt wurden der Saar-Arbeitsagentur 6300 Lehrstellen gemeldet, etwa gleich viele wie im vorangegangenen Ausbildungsjahr. Ende September waren noch gut 234 unbesetzt, was dem Vorjahresstand entspricht.

28 Jugendliche ohne Ausbildungsplatz
Dem standen 6100 saarländische Jugendliche gegenüber, die eine Lehrstelle suchten.  Das sind knapp zehn Prozent weniger als ein Jahr zuvor – eine Folge der sinkenden Schulentlass-Zahlen. So waren Ende September nur noch 28 junge Leute unversorgt. Als Folge der zurückgehenden Bewerberzahlen rechnet Schulz damit, dass in den kommenden Jahren der direkte Übergang von der Schule in das duale Ausbildungssystem leichter wird.

Die schulische Überbrückung – beispielsweise über ein Berufsgrundbildungsjahr oder ein Berufsvorbereitungsjahr – werde abnehmen. Auch die Zahl der Altbewerber, also Lehrstellenbewerber, die nicht gleich nach der Schule einen Ausbildungsplatz erhalten haben, werde zurückgehen wird. Damit könnte auch das Lehreintrittsalter – derzeit bei über 19 Jahren im Schnitt – wieder etwas sinken.

Bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) liegt die Zahl der gemeldeten Ausbildungsplätze derzeit bei 4800, fünf Prozent weniger als im Vorjahres-Zeitraum. Da von Unternehmen noch immer Ausbildungsverhältnisse an die IHK gemeldet werden, rechnet die Kammer am Ende mit 5000 Lehrverträgen (Vorjahr 5230).

Die Handwerkskammer (HWK) des Saarlandes hat bei ihren Betrieben bis Ende September 2494 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge registriert. Das sind 45 oder 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Die HWK rechnet damit, dass „wir die Zahl des Vorjahres gut halten können“.




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