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Ob Konzert oder Volksfest: Lärm-Genervte Saarbrücker schlagen Alarm

Eine Bar am Silo an der Römerbrücke, direkt am Saarbrücker Osthafen.

Eine Bar am Silo an der Römerbrücke, direkt am Saarbrücker Osthafen.

Die Mail ist ein Hilferuf. Simone Wiesener schreibt sie nachts um drei, als sie Kraft für Job und Familie tanken, endlich wieder schlafen müsste. Konzertlärm aus dem Osthafen macht das unmöglich. „Seit Wochen werde ich um den Schlaf gebracht – selbst bei geschlossenen Fenstern und mit Ohrstöpseln ist der Lärm nicht zu unterdrücken.“ Das Ordnungsamt fühle sich offenbar nicht zuständig. „Wer kümmert sich in dieser Stadt überhaupt um die Belange von normalen Bürgern. Wo wird man in seinem Wunsch nach einem normalen Leben unterstützt?“ Sie sei nicht die Einzige, die sich beschwert, es gebe sogar Beschwerden vom Wackenberg. Stadtsprecher Robert Mertes rät Bürgern, sich bei Lärm in der Nacht an die Polizei zu wenden und dort Anzeige zu erstatten, damit das Problem aktenkundig wird. Durch die Polizeiberichte habe die Stadtverwaltung „belastbare Beschwerden“, denen sie nachgehen kann.

„Wir prüfen dann, ob wir den Betreiber zu einer Anhörung einladen und gegebenenfalls ein Ordnungswidrigkeitenverfahren einleiten.“ Zum Fall „Osthafen“ sagt Mertes, dort sei ordnungsgemäß ein Gastronomiebetrieb mit Außenausschank registriert. Der jetzige Betreiber habe dieses Gewerbe im vorigen Herbst angemeldet. Es sei die erste Beschwerde gegen ihn. „Aufgrund eines Polizeiberichts wegen einer Lärmanzeige hören wir den Betreiber an und prüfen danach weitere Schritte.“ Ignazio Capporrimo vom „Silodom am Osthafen“ sagt, er habe mit Partner Cebrail Kaya den Betrieb 2013 übernommen. „Wir haben umgebaut, um das Ganze zu verschönern.“ Dabei seien womöglich Bauten weggekommen, die Lärm abschirmten. Capporrimo: „Wir wollen niemanden nerven und sorgen dafür, dass solcher Lärm nicht mehr entsteht.“

Peter Schneider, Sprecher der Polizeiinspektion St. Johann, kennt Beschwerden über die Saarbrücker Feste zur Genüge, ohne eines davon hervorzuheben. „Sie sind immer wieder verbunden mit Anrufern, die sich über Lärm beschweren.“ Dann fährt eine Streife hin, spricht mit dem Veranstalter und prüft, was das Ordnungsamt genehmigt hat. „Lärmmessgeräte hat die Polizei nicht, aber die Kollegen bringen genug Erfahrung mit“, stellt Schneider klar. Nächster Schritt: „Wir halten bei allen Beschwerden die vor Ort gewonnenen Eindrücke fest und geben sie ans Ordnungsamt weiter.“ Diese Behörde kann ein Bußgeldverfahren einleiten und sogar eine Neuauflage des Festes untersagen. „Veranstalter sind sehr kooperativ. Bei einem Konflikt schneiden sie sich ins eigene Fleisch.“
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