L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Priorität: Dringend

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Ob bei der Arbeit oder in der Freizeit: Saarbrücker sind in der Hitze gut drauf

Der Wetterdienst gibt ständig neue Hitzewarnungen heraus, das Landesamt für Umweltschutz warnt vor hohen Ozonwerten, die Dermatologen warnen vor Sonnenbrand. Dabei ist es einfach nur mal richtig warm, so warm wie auf Mallorca. Dort tragen wir kurze Hosen und finden es schön. Auch in Saarbrücken genießen die Bürger Sommer, Sonne, Sonnenschein, nur wenigen macht das Wetter richtig Schwierigkeiten.

Wir treffen Patrick Weisbrodt von einer Saarbrücker Reinigungsfirma, der in der Reichsstraße in St. Johann mit einem Hochdruck-Wasserstrahl die Aufkleber von Arkadensäulen entfernt. Er hat kurze Hosen an, eine Mütze auf und erzeugt mit seinem Sprühnebel im Sonnenschein herrliche selbstgemachte Regenbögen. Einen Brunnen gibt es in der Reichsstraße nicht mehr, jetzt platschen Kinder aber nach Herzenslust durch die von Weisbrodt verursachten Pfützen.
 

Heißer Arbeitsplatz

Viel Wasser trinken ist bei diesem heißen Wetter das Wichtigste. Daran hält sich auch Melanie Breuer, die an einem Verkaufsstand für Hähnchen in Saarbrücken arbeitet. Jeden Tag von 9.30 bis 18 Uhr verkauft sie frisch gebratene Hähnchen . An hohe Temperaturen sei sie zwar gewöhnt, aber im Sommer kommt zur Hitze vom Grill auch noch die Hitze von vorne. „Bei Temperaturen ab 30 Grad ist es wesentlich unangenehmer, hier zu arbeiten“, erzählt sie.

Das Klinikum Saarbrücken meldet einen leichten Anstieg der Patienten. „Es gibt aber bislang keinen massiven Anstieg. Eigentlich ist es wie jedes Jahr zur Sommerzeit. Die Menschen leiden bei der Hitze unter Kreislaufbeschwerden“, erklärt Pressesprecherin Irmtraut Müller-Hippchen. Allerdings seien die Leute sehr gut informiert. „Auch in Altenheimen wird stets darauf geachtet, dass die alten Menschen genug trinken und nicht in der prallen Sonne sitzen.“ Klimaanlagen gebe es in den Patientenzimmern der Klinik zwar nicht, aber alle Fenster hätten Rollos und Rollläden, und es werde wie immer darauf geachtet, dass alle Patienten genügend trinken. Die Intensivstation sowie Untersuchungs- und Funktionsräume seien klimatisiert.

Ohne Klimaanlage müssen die Besucher der Vorstellungen in der Alten Feuerwache auskommen. Aber das Saarländische Staatstheater hat sich etwas einfallen lassen: „Wir verteilen an alle Besucher Wasser und Fächer, was auch sehr dankbar angenommen wird“, sagt uns Pressesprecherin Ellen Brüwer. Auch für die Künstler und das Bühnenpersonal werde bei diesen hohen Temperaturen stets Wasser bereitgestellt. Zum Tanzstück „Bernarda Albas Haus“ wurden Fächer und Wasser gerne angenommen. Die Stimmung sei dem Stück entsprechend „spanisch“ gewesen, sagten Zuschauer.

Der 32-Jährige Markus Strässer muss an seinem Arbeitsplatz mit noch höheren Temperaturen fertig werden. Der Saarbrücker ist Saunameister im Erlebnisbad Calypso. Jeden Tag macht er zwischen vier und sechs Aufgüsse. „Bei der jetzigen Außentemperatur ist das ein großer Unterschied“, sagt Strässer. „Der Sauerstoffgehalt sinkt bei so hohen Temperaturen. Ich kann dann nur die Hälfte des Wassers beim Aufguss verwenden als sonst. Denn sonst sinkt der Sauerstoff noch weiter ab, was zu einem Kreislaufkollaps führen kann.“

Markus Strässer trinkt jetzt auch mehr. „Bei normalen Temperaturen wird empfohlen, pro Aufguss einen halben Liter Wasser zu trinken. Ich versuche jetzt, einen ganzen Liter zu trinken“, sagt der Saunaexperte.
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