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Oberwürzbacher sind sauer auf die Telekom

Oberwürzbach. Die Geduld der Anwohner der Oberwürzbacher Talstraße wird derzeit auf eine harte Probe gestellt. Weil durch einen Wasserschaden Feuchtigkeit in ein Telefonkabel eingedrungen ist, wird aus dem Griff zum Hörer ein Lotteriespiel.

Handy keine ernsthafte Alternative

„Mal geht gar nichts, mal hört man andere Gespräche mit“, sagt ein Anwohner. Noch ärgerlicher ist, dass dieser Zustand nun schon seit dem ersten Juliwochenende andauert. Doppelt bitter: Weil das Mobilfunknetz hier sehr schwach ist, gilt auch das Handy nicht als ernsthafte Alternative. In einem Fall mussten Verwandte einer betagten Anwohnerin sogar ihren Urlaub absagen. „Wir telefonieren normalerweise mehrmals täglich mit der Großmutter meiner Frau, um zu hören, ob alles in Ordnung ist. Sie kann jetzt noch nicht einmal einen Arzt anrufen, wenn irgendetwas nicht stimmt. Damit wir wenigstens Bescheid wissen, dass alles in Ordnung ist, fährt meine Frau täglich zu ihr. Wären wir trotzdem in Urlaub gefahren, hätten wir dort keine ruhige Minute gehabt.“

Die Telekom drückt deshalb aufs Tempo, doch zaubern können die Bauarbeiter auch nicht.

Grundgebühr momentan ohne Gegenleistung

„Wann der Schaden endgültig behoben ist, können wir nicht genau sagen“, teilte Pressesprecher André Hofmann mit. „Das hängt davon ab, wie viel Meter Kabel ausgetauscht werden müssen.“ Ein schwacher Trost. Die Anwohner hoffen nun neben der Wiederbelebung ihrer Telefongeräte auf ein Entgegenkommen des Bonner Konzerns. Schließlich zahlen sie für ihren Anschluss eine Grundgebühr – momentan ohne Gegenleistung.

Immerhin ist ein Problem bereits entschärft worden: Zwei Wochen lang suchten Fachleute an einer anderen Stelle nach einer Lösung für die tote Leitung. Das hatte zur Folge, dass eine gehbehinderte Frau mit ihrem Rollator in diesem Zeitraum ihr Haus nicht verlassen konnte. Das lässt so manchen nur noch heftiger den Kopf schütteln: „So ein Schaden müsste doch innerhalb eines Monats behoben sein.“

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