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Öffentliche Hetzjagd auf Waderner Katzenkiller

Diese Aufrufe zur Lösung des Falls kursieren im Internet.

Diese Aufrufe zur Lösung des Falls kursieren im Internet.

Wadern. In den Fall der misshandelten Katze in Wadern schlagen die Wellen hoch - auf eine Art und Weise, die bedenklich ist: Nachdem vor über zwei Wochen am Busbahnhof in Wadern eine schwer verletzte Katze gefunden wurde, haben Unbekannte vor zwei Tagen im Bereich des Busbahnhofs und in der Innenstadt von Wadern rund 25 Plakate mit Bildern der beiden mutmaßlichen Tierquäler aufgehängt und mit der Aufschrift „Die Katzenkiller von Wadern“ versehen. Auch im Internetportal Facebook kursierten die Bilder nur wenige Stunden später.

Unfall nicht ausgeschlossen

Ein klarer Verstoß, sagt die Polizei. „Dieser Vorgang ist jetzt Gegenstand einer Strafanzeige. Gegen die Verursacher dieser Plakat-Aktion wird im Bereich Verleumdung, übler Nachrede und falscher Verdächtigung ermittelt“, teilte das Landespolizeipräsidium mit. Die Ermittlungen seien in keiner Weise so weit fortgeschritten, Verdächtigungen auszusprechen. Vielmehr sei noch nicht einmal eindeutig geklärt, ob überhaupt Tierquälerei die Ursache für die Verletzungen der Katze gewesen sei.

„Die Tierärztin schließt nicht aus, dass auch ein Unfall eine Ursache gewesen sein könnte“, teilte die Polizei mit. Auf den Hinweis eines Waderner Bürgers entfernte die Polizei die Plakate noch am selben Tag.

Der Fall hat mittlerweile eine derartige Brisanz erreicht, dass die zuständige Polizeiinspektion Wadern die Anfragen nicht mehr bewältigen kann und an die Pressestelle in Saarbrücken verweisen muss. Trotzdem gebe es noch keine konkreten Anhaltpunkte, das Verfahren laufe weiter wie gehabt. Die Tierschutzorganisation Peta hatte zu diesem Fall vor einer Woche eine Belohnung von 500 Euro für zielführende Hinweise ausgerufen. Zum Thema Plakate reagierten auch einige Waderner Bürger mit Unverständnis. Diese Art von Selbstjustiz leiste keinen Beitrag zur Aufklärung des Falls. Die Bürger seien regelrecht geschockt, dass in der Öffentlichkeit so schnell geurteilt werde. Es sei zudem ein sehr emotionales und heftig diskutiertes Thema.

 Hinweise und Zeugenaussagen können an die Polizeiinspektion Wadern unter Tel. (0 68 71) 9 00 10 gerichtet werden.

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