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Ökomesse kehrt ans Forum zurück

Nachrichten aus der Region Homburg.

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Homburg. Das Unglück im Kernkraftwerk in Tschernobyl im Jahr 1986 war sozusagen der Grund dafür, dass es bis heute den Umwelt- und Friedenstag gibt. „Fast kein Mensch wusste, wie ein Atomkraftwerk funktioniert und was die Gefahren sind“, sagt Edgar Bachmann, eines der Gründungsmitglieder der Bürgerinitiative Umwelt und Frieden. Die wollte aufklären, tat dies zunächst in kleineren Veranstaltungen und kam dann auf die Idee, etwas Größeres aus der Taufe zu heben, erinnert er sich. Mehr als 20 Jahre ist das her, seitdem gibt es die Ökomesse. Die 24. Auflage – 2009 musste sie aus organisatorischen Gründen pausieren – wird nun am Sonntag, 18. September, ausgerichtet. Bachmann ist immer noch dabei als Vertreter der Bürgerinitiative, die gemeinsam mit dem Saarpfalz- Kreis und der Stadt Homburg in der Verantwortung steht. Mittlerweile sei thematisch vieles dazugekommen, betont er, es gehe etwa auch um umweltfreundliche Produkte, gesunde Ernährung und ums Energiesparen.

„Das Thema bleibt aktuell“, sagt Astrid Klug, Bundesgeschäftsführerin der SPD und als Initiatorin des Umwelttages eine Frau der ersten Stunde. Zwar sei das politische Ziel, der Ausstieg aus der Atomkraft, erreicht. Doch nun gelte es, dies umzusetzen, und da sei jeder Verbraucher gefragt. Sie selbst beobachtet das Ganze aus der Ferne – zum ersten Mal in all den Jahren werde sie nicht dabei sein, Wahlen in Berlin und eine Klausurtagung halten sie ab. Leicht fällt ihr das nicht: „Aber ich bin in Gedanken ganz tief dabei.“

Auch bei Ort und Termin kehrt der Umwelttag in Homburg zum Bewährten zurück: Nachdem er im vergangenen Jahr in die Innenstadt und auf einen Samstag verlegt wurde, soll es diesmal wieder der Sonntag und das Gelände am Forum sein. 2010 sei man auch deswegen ausgewichen, weil am Forum schon für ein anderes Fest aufgebaut worden war, sagt Beate Ruffing von der Kreisverwaltung. Doch aus Rückmeldungen der Besucher und der Aussteller sei klar hervorgegangen: Der Sonntag kommt als Familientag besser an. Dann mache das Ganze aber in der Innenstadt weniger Sinn. „Die Idee war ja, die City zu beleben.“

Nun werden also die 120 Aussteller ihre Stände wieder am Forum aufbauen. Sie bieten Informationen und Produkte in den Bereichen Umwelt, Energie, Frieden, Biosphäre, Dritte Welt, Ernährung und Mobilität. Dazu kommen Zuschau- und Mitmachangebote in der Kinder- und Jugendzone sowie Musik auf zwei Bühnen. Jetzt blicken alle besorgt aufs Wetter. Bislang sei leichter Regen gemeldet, sagt Ruffing, „ich hoffe, die Leute kommen trotzdem“.

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