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Oktoberfest: Bayerisches Lebensgefühl in Homburg

Homburg. Sie haben es wieder getan, die Homburger: Vier Tage lang feierten sich rund 10 000 Besucher durch bayerisches Lebensgefühl pur. Die dritte Homburger Wiesn hatte gerufen – und wer es mit blau-weißer Oktobergemütlichkeit hatte, der ließ den Ruf nicht unerhört. In Krachledernen, im Dirndl, oft die Haare weiblichen Besucher durchaus kunstvoll hochgesteckt: Nur mit dem rhythmischen Heben von Maßkrügen wollten es die „Bayern im Herzen“ nicht bewenden lassen, wer etwas auf sich hielt, der kam in Tracht. Und das waren nicht wenige. So wie Katja Nikolaus, Eva Rohe oder auch Sybille Wendler. „Ich liebe Bayern. Und ich liebe alles, was irgendwie mit Bayern zu tun hat“, gestand die gebürtige Rostockerin, die am Samstagabend den Weg aus der Nähe von Kaiserslautern nach Homburg gesucht hatte. „So nahe komm ich der Original-Wiesn in diesem Jahr nicht mehr“, lachte sie. Und dem Homburger Treiben stellte sie ein gutes Zeugnis aus. „Sicher, Homburg ist nicht München. Und die Homburger Wiesn ist mit der Münchner alleine schon wegen der Größe nicht zu vergleichen. Aber man macht sie hier viel Mühe, lässt vieles authentisch aussehen, ohne dabei zu kitschig zu wirken. Das hat was.“

So was hört Thorsten Bruch, Erfinder und Organisator der Homburger Wiesn, gerne. Denn gerne macht er klar, dass es eben nicht nur ein Zelt und Stimmungsmusik ist, die den saarpfälzischen Ableger des Bajuwarenspektakels auszeichnet. „Wir geben uns wirklich viel Mühe, das Flair von München hierher zu bringen. Und ich glaube, diese Mühen entlohnen uns die Gäste.“

Das taten sie augenscheinlich schon alleine durch ihre Anzahl. Ein Beispiel? Schon am Samstag um kurz nach 16 Uhr ging nichts mehr.

Alle Plätze besetzt

Thorsten Bruch: „Um 16 Uhr haben wir die Kasse für die Abendveranstaltung aufgemacht, da standen schon rund 400 Gäste in der Schlange.“ Nur wenig später war die Kasse auch schon wieder zu – alle möglichen Plätze im großen Zelt am Forum waren an den Mann oder an die Frau gebracht worden. Und wer um 20 Uhr, eigentlich fast noch ein bisschen früh am Abend, durch das Festzelt wandelte, der musste schon Ärmelschoner mitbringen: Über mangelnden Zuspruch musste sich Bruch wahrlich nicht beklagen.

Bleibt die Frage nach der Perspektive der Wiesn, die mit ihrer nunmehr dritten Auflage wohl als etabliert gelten darf. Da wird sich zumindest im kommenden Jahr etwas tun, begünstigt dadurch, dass dann der Tag der Deutschen Einheit auf einen Montag fallen wird. „Wir werden dann einen Tag länger Wiesn feiern.“ Eine generelle Verlängerung soll es aber nicht geben. „Das macht nur in Verbindung mit einem solchen Feiertag Sinn, wenn die Gäste dann abends länger sitzen bleiben können.

“ Und wie sieht es mit der räumlichen Ausdehnung aus? Bruch: „Hier gibt es einige Überlegungen, auch in Absprache mit der Stadt, wie wir den Außenbereich erweitern können.“ Also, wer weiß? Vielleicht heißt es in hundert Jahren ja in München: Feiern wie in Homburg.

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