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Ophüls-Festival: In dieser Saarbrücker WG fühlte sich ein Jungfilmer wohl

Gute Laune beim Abendessen in der Gastgeber-WG: Jungfilmer Christoph Neugebauer (2. von links) kommt während des Max-Ophüls-
Festivals bei Bijan, Lena, Yvonne, Kater Fussel, Jennifer, Florian und Philipp unter (von links).

Gute Laune beim Abendessen in der Gastgeber-WG: Jungfilmer Christoph Neugebauer (2. von links) kommt während des Max-Ophüls- Festivals bei Bijan, Lena, Yvonne, Kater Fussel, Jennifer, Florian und Philipp unter (von links).

Saarbrücken. „Als der Türsummer ertönte und ich eintrat, wusste ich erst gar nicht, wo ich hin soll“, erzählt Christoph Neugebauer von seiner Ankunft im großen Haus seiner Gast-WG. „Dann bin ich den Geräuschen nach die Treppe hochgegangen und stand dann hier im Gemeinschaftsraum.“ Damit lag er genau richtig: Die riesige Wohnküche ist das Herz der lebendigen 10er- Wohngemeinschaft im Nauwieser Viertel. Bis Sonntag geben Bijan, Lena, Yvonne, Jennifer, Florian, Philipp, Juri, Benjamin, Ni und Friederike sowie Kater Fussel dem Filmemacher aus Kassel ein Dach über dem Kopf – im Rahmen der Aktion „Ein Bett für Jungfilmer“.

Die integrative WG in der Kurzen Straße, in der Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam wohnen, sucht gerade einen neuen Mitbewohner. Deshalb hat Christoph sogar sein eigenes Zimmer. Viel Zeit wird er darin während des Festivals wohl nicht verbringen. Auf dem Terminkalender stehen viele Filme, die er sich anschauen will.

Er selbst studiert an der Kunsthochschule Kassel Visuelle Kommunikation mit Schwerpunkt Kamera. Beim Kurzfilm „Aussichten“ war er für die Beleuchtung zuständig – der Abschlussfilm des Jungregisseurs  Fabian Schmalen läuft auf dem Festival. Und auch Saarbrücken möchte der 32-Jährige besser kennen lernen: „Ich würde gerne einen langen Spaziergang machen. Irgendwo hin, von wo man einen guten Blick über die Stadt hat!“ „Wir könnten zum Schloss“, schlägt Jennifer Gretzler vor, eine seiner Festival- Mitbewohnerinnen.

Ihre WG bietet schon zum zweiten Mal ein „Bett für Jungfilmer“ an und hat bisher nur Gutes zu berichten. „Mit den Besuchern ergeben sich interessante Gesprächsthemen“, erzählt Jennifer. Auch Christoph findet die private Unterkunft „viel besser als ein Hotelzimmer, wo man nur Filmleute um sich hat“: „Hier kann man auch mal über etwas anderes reden, wird freundlich aufgenommen und bekommt Insider- Tipps für die Stadt.“

Insgesamt 125 Haushalte nehmen dieses Jahr an der Aktion „Ein Bett für Jungfilmer“ teil, davon 110 in Saarbrücken. 150 Filmemacher finden so eine Unterkunft – von einer Matratze im WG-Zimmer bis zum eigenen Appartement sei alles mit dabei, sagt Anne Bartelt vom Festivalbüro. „Wir haben alle Suchenden untergekriegt, es war aber teilweise sehr kurzfristig.“ Sie sei zufrieden mit dem Erfolg der Aktion.

Zufrieden sind auch Christoph Neugebauer und die WG: Die Chemie stimmt, beim gemeinsamen Abendessen wird viel gelacht. Einen Vorschlag hat er noch: „Die Gastgeber sollten als Dankeschön mehr bekommen als nur zwei Karten für die Abschlussparty. Jeder sollte sich einen Film umsonst anschauen dürfen.“ Zwei Karten für die 10er-WG – kann man das fair aufteilen? „Das haben wir noch nicht besprochen“, sagt Jennifer. „Irgendwie kriegen wir das schon hin.“

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