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Organspende: Uni-Klinik Homburg arbeitet penibel

Homburg. „Kein Zweifel“, die enorm gestiegene Zahl der beschleunigten Vermittlung von Organen ist korrekt, betont der saarländische Internist Dr. Urban Sester. Er gehört zu den Verantwortlichen für die Transplantationen an der Uni-Klinik Homburg. Und er hat auch eine Erklärung für die starke Veränderung: Die großen Fortschritte der Medizin, sagt der Arzt, brächten auch einen eklatanten Rückgang jüngerer Gehirntoter mit sich.

Die Zahl der Verkehrstoten sei enorm zurückgegangen, auch Dank der diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten in den neurochirurgischen Kliniken, so Sester. Der medizinische Fortschritt bringt aber – so widersprüchlich es klingen mag – die Transplantations-Medizin in größte Nöte: „Man hat deshalb den Organspender-Pool erweitert“, sagt Sester, „nimmt auch Organe von älteren Menschen, die vielleicht schon etwas vorgeschädigt sind.“ Solche Organe vertrügen oft einen längeren Transport nicht. Der Homburger Mediziner begrüßt daher die Möglichkeit der beschleunigten Verfahren, „weil sie sicherstellt, dass wir angesichts des eklatanten Organmangels versuchen, wirklich alle Chancen zu nutzen, um Leben zu retten.“ Medizinisch höchst penibel würden in Homburg bei diesem Verfahren geeignete Empfänger für Organe ausgewählt – und die Entscheidungen genauestens dokumentiert an die zentrale Spender-Organisation Eurotransplant weitergeleitet.

Transparenz habe an der Uni- Klinik Priorität. Für ihn sei das beschleunigte Verfahren aber auch das aufwändigere. Schwarze Schafe, meint Sester, gibt es wie überall auch bei diesem Verfahren, aber bei diesen Transplantationen gebe es keineswegs immer Erfolgsgarantien. ine

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